Mit [Umschalt]+[C] beziehungsweise einfach [Eingabe] bauen Sie abschließend die Netzwerkverbindung auf. Am unteren Rand des Terminalfensters erhalten Sie Informationen zum aktuellen Geschehen. Haben Sie die Option zum automatischen Verbindungsaufbau korrekt gesetzt, dann klinkt sich der RasPi in Zukunft automatisch ins WLAN ein, ohne dass sich ein User in das System einloggen müsste.
Wi-fi-Country einstellen
Zu guter Letzt öffnen Sie noch einmal mit sudo raspi-config die Raspberry-Pi-Konfiguration und passen unter Internationalisation Options | Change Wi-fi Country die länderspezifischen Einstellungen (Abbildung 6). Konfigurieren Sie hier etwa korrekt DE Germany, dann funkt der RasPi künftig auch auf Kanal 12 und 13. Diese Kanäle klammert die Grundeinstellung aus, da sie zwar in Europa erlaubt sind, jedoch in vielen anderen Ländern der Welt nicht. Um die Einstellung zu aktivieren, müssen Sie nach Abschluss der Konfiguration das System neu starten.

Abbildung 6: In den landesspezifischen Einstellungen passen Sie die WLAN-Konfiguration an die länderspezifischen Standards an.
Fazit
Für die WLAN-Einrichtung auf dem Raspberry Pi empfehlen wir Ihnen den manuellen Konfigurationsweg. Auch wenn dieser auf den ersten Blick etwas steiniger erscheint als die Alternativen, halten Sie ihren RasPi auf diese Art ballastfrei, falls Sie für den vorgesehenen Einsatzzweck keine Desktop-Oberfläche benötigen. Die Konfigurationswege über die grafische Oberfläche oder das Ncurses-Interface können zu Problemen führen, wenn Sie eventuell später einmal das WLAN von Hand umkonfigurieren wollen: Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Richten Sie daher das WLAN am besten manuell ein – in der Regel müssen Sie den Netzwerkzugang ja nicht regelmäßig ändern.
Infos
- Raspbian herunterladen: https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/
- RasPi im Netz finden: https://linuxundich.de/gnu-linux/headless-server-wie-einen-raspberry-pi-im-netz-finden-ohne-die-ip-adresse-zu-kennen/
- Apt statt Apt-get und Apt-cache: https://linuxundich.de/gnu-linux/apt-get-apt-cache-laesst-sich-schon-lange-mit-apt-abkuerzen





