Da Beschwerden über lärmende Mitmenschen in der Regel rasch eintreffen, löschen wir ältere Logdateien auch zeitnah via Cronjob (Listing 3); eine Alternative dazu bietet Logrotate. Im Fall einer Beschwerde wegen Lärmbelästigung durchforsten wir das Logfile mit zless oder zgrep und sehen nach, ob es für die beanstandeten Zeiträume wirklich Schallpegel jenseits der 40 dB gab.
Listing 3
#! /bin/bash
#: Titel: handle_pt8005_logs.sh
#: Datum: 2015-08-22
#: Autor: Falko Benthin
#: Version: 1
#: Beschr: pt8005-Logs komprimieren, nach 30 Tagen löschen
# compress files older than three days
find /opt/fhem/log/pt8005*log -mtime +3 -exec gzip {} \;
# delete files older than 30 days
find /opt/fhem/log/pt8005*log.gz -mtime +30 -exec rm {} \;
exit 0
Im Logfile tauchen oft dieselben Informationen auf, wie mode: normal, range: 30-130 dB und overflow. Geht es nur darum, Vorwürfe der Lärmbelästigung und Ruhestörung zu prüfen, spielen diese Werte keine Rolle. Um nur den Lärmpegel festzuhalten, editieren Sie die fhem.cfg und ersetzen am Ende der Zeile define FileLog_pt8005 FileLog ./log/pt8005-%Y-%m-%d.log pt8005 den regulären Ausdruck pt8005 durch pt8005:soundlevel:.* (Abbildung 4).
Fazit
Es gestaltet sich relativ einfach, mit einem Messgerät und einem Raspberry Pi den Schallpegel in Form von Datenreihen festzuhalten. Im Zweifelsfall haben Sie damit bei eventuellen Beschwerden ein gewichtiges Argument an der Hand. Die juristische Beweiskraft der Werte steht auf einem anderen Blatt, aber zumindest liefern sie Anhaltspunkte.
Infos
- Schallpegelmesser PT8005: http://www.peaktech.de/produktdetails/kategorie/schallpegelmessgeraete/produkt/p-8005.html
- Hausautomatisierungssoftware FHEM: http://fhem.de/
- FHEM-Modul für PT8005: http://sourceforge.net/p/fhem/code/HEAD/tree/trunk/fhem/contrib/70_PT8005.pm
- Raspbian Darkbasic: http://www.linuxsystems.it/raspbian-wheezy-armhf-raspberry-pi-minimal-image/
- Rpi-update: https://github.com/Hexxeh/rpi-update






