Aus Raspberry Pi Geek 04/2015

RasPi-Images mit Windows, Mac und Linux auf SD-Karte schreiben (Seite 3)

Abbildung 5: Der Systembericht verrät zahlreiche Details zu der im Mac verbauten Hardware. Wichtig ist hier der BSD-Name der Speicherkarte.

Abbildung 5: Der Systembericht verrät zahlreiche Details zu der im Mac verbauten Hardware. Wichtig ist hier der BSD-Name der Speicherkarte.

Nun geht es mit Kommandos ohne eine grafische Oberfläche weiter. Starten Sie dazu über das Dock unter Programme | Dienstprogramme ein Terminal. Anschließend hängen Sie das Laufwerk mit dem ersten Befehl aus Listing 4 aus und schreiben danach die Image-Datei auf die Speicherkarte.

Listing 4

 

$ sudo diskutil unmount /dev/disk1s1
$ sudo dd if=OpenELEC-RPi.arm-5.0.6.img of=/dev/disk1 bs=1M
1850+0 records in
1850+0 records out
1939865600 bytes transferred in 903.551115 secs (2146935 bytes/sec)

Den Pfad und den Namen des zu kopierenden Images sowie das Ziel-Laufwerk passen Sie selbstverständlich an Ihre Situation an. Der Vorgang braucht je nach Geschwindigkeit der SD-Karte und Umfang des Images üblicherweise etwa 10 bis 15 Minuten. Achten Sie bei der Eingabe des Kommandos ganz besonders auf die Angabe beim Laufwerk: Bei Fehlern droht Ihnen der Verlust wichtiger Daten.

Durchstarten

Nach dem Kopieren der Daten nehmen Sie die Speicherkarte aus dem Kartenleser und setzen sie in den Raspberry Pi ein. Sobald Sie diesen ans Netzteil hängen, sollte er durchstarten und den typischen Farbverlauf mit den Spektralfarben anzeigen, der die Aktivität des Bootloaders signalisiert. Bleibt der Bildschirm schwarz, ging etwas beim Kopieren der Daten schief. Wiederholen Sie daher den Vorgang; um eine fehlerhafte Speicherkarte auszuschließen am besten mit einem anderen Medium.

Kenntnisse zum Dd-Kommando oder dem Win 32 Disk Imager kommen nicht nur beim Kopieren der Image-Dateien gelegen, sondern auch später während des Betriebs Ihres RasPi. Analog zum Kopieren des Images erstellen Sie mit diesen Werkzeugen ein Abbild des aktuellen Systems auf der Festplatte eines Rechners. So sichern Sie das System, bevor Sie Experimente an Ihrer aktuellen RasPi-Installation vornehmen, die Sie im Nachhinein bereuen. 

Glossar

Blockgröße

Die Blockgröße gibt an, wie viele Bytes die Software bei einem Lese- oder Schreibzugriff gleichzeitig verarbeitet. Verzichten Sie auf diese Angabe, nutzt der Befehl Dd die Vorgabe von gerade einmal 512 Byte. Dadurch erhöhen Sie unnötig die Anzahl der Zugriffe und bremsen den Prozess aus. Arbeiten Sie daher besser mit einer Blockgröße zwischen 64 KByte (Angabe: 64K) und 1 MByte (Angabe: 1M).

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