Der Anet A8 ermöglicht Ihnen einen einfachen Einstieg in den 3D-Druck – wenn Sie die Eigenheiten der Hardware kennen.
3D-Drucker haben sich im privaten wie im beruflichen Umfeld fest etabliert. Dementsprechend breit fällt das Angebot an Modellen aus. Wer den Einstieg in das Thema sucht, setzt mit dem Anet A8 auf ein Gerät, das sich bereits bewährt hat und für das es eine Vielzahl von Upgrades gibt.
Die Tabelle “Technische Daten” bietet eine Übersicht über die nackten Fakten des Druckers. Einige Punkte verdienen allerdings ein besonderes Augenmerk. Bevor Sie den Anet A8 bestellen, sollten Sie bedenken, dass er recht viel Platz benötigt. Zudem sollte rund um den Drucker noch etwas Raum bleiben, um gut arbeiten zu können.
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Druckraum |
220 x 220 x 240 mm |
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Druckgeschwindigkeit |
10 bis 150 mm/s |
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Positionierungsgenauigkeit |
±0,1 mm |
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Schichtdicke (min.) |
0,1 mm |
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Düsendurchmesser |
1,75 mm (0,2/0,3/0,4 mm möglich) |
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Material |
ABS, PLA, PP, PS, PVA, Laywood, Laybrick, Carbon20 |
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Maximale Extruder-Temperatur |
265 Grad Celsius |
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Leistungsaufnahme |
50 Watt |
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Betriebsspannung |
230 Volt |
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Gewicht |
10 kg |
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Außenmaße |
510 x 310 x 210mm |
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Straßenpreis |
190 Euro |
Sie bedienen den Anet A8 recht komfortabel über ein Display und fünf Tasten. Die Bedieneinheit ist oben im Rahmen angebracht, was im Betrieb unter Umständen zu Problemen führt. Ansonsten erweist sich der Anet als sehr flexibel. Für den Drucker gibt es eine Menge Hilfe und Informationen im Internet. Interessant ist außerdem die Tatsache, dass der Anet A8 einigen Richtlinien genügt, wie etwa CE, FCC und RoHS.
Erste Schritte
Schon beim allerersten Schritt, der Bestellung, kann einiges schiefgehen. Achten Sie auf einen Versand aus Deutschland, dann steht der Postbote mit etwas Glück schon nach drei Tagen vor der Tür. Passen Sie bei der Bestellung nicht auf, kommt der Drucker aus China, wodurch zusätzliche Kosten für Zoll sowie den Versand anfallen. Außerdem dauert die Lieferung aus China erheblich länger.
Kommt die Sendung bei Ihnen an, erleben Sie schon die erste angenehme Überraschung: Bei einem Preis von unter 200 Euro hätte der Autor erwartet, dass alle Einzelteile unsortiert in einer Kiste liegen. Stattdessen ist alles ordentlich verpackt und in drei Ebenen einsortiert. So finden Sie leicht alle Teile, die Sie benötigen.
Die beiliegende Software erweist sich jedoch als komplett veraltet. Das beiliegende Werkzeug genügt vollkommen, um den Drucker aufzubauen, lässt aber qualitativ zu wünschen übrig. Verfügen Sie über eigenes Werkzeug, können Sie das beiliegende getrost zum Recycling geben.
Der Bausatz ist so konzipiert, dass Sie keinen Lötkolben benötigen. Alle elektrischen Verbindungen sind geschraubt oder gesteckt. Die beiliegende Anleitung führt in 32 Schritten zum fertig aufgebauten Drucker.
In 32 Schritten
Die Beschreibungen der Anleitung sind überwiegend verständlich und durch Bilder gut illustriert. Nur an wenigen Stellen weist das Dokument Schwächen auf. Im Folgenden gehen wir auf einige Punkte ein, die Sie bei der Montage beachten sollten.
Es finden sich immer wieder zusätzliche Hinweise in der Anleitung, die wichtige Punkte aufzeigen. Beherzigen Sie diese unbedingt, da Sie sonst womöglich Teile wieder zurückbauen müssen, um weiterzukommen.
Den wohl aufwendigsten Teil des Aufbaus, der auch die meisten Nerven kostet, erwähnt die Anleitung allerdings gar nicht. Bevor Sie mit der Montage starten, sollten Sie von allen Plastikteilen die Schutzfolie entfernen. Dadurch kommen Sie beim Aufbau schneller voran. Es ist tatsächlich eine recht zeitraubende Aufgabe, da es sich um eine Menge Teile handelt.
Die Anleitung zeigt jeweils, welche Teile Sie für den aktuellen Schritt benötigen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich die Teile vor dem Zusammenbau entsprechend der Anleitung bereitzulegen. Beginnen Sie erst dann mit der eigentlichen Arbeit, wenn Sie sicher sind, dass alle Teile vorhanden und in passendem Zustand sind. Dieses Verfahren macht es fast unmöglich, einzelne Bauteile zu vergessen.
Alle Teile des Anet A8 werden mit Schrauben und Muttern des Typs M3 zusammengehalten. Bei den ersten Bauteilen brauchen Sie vermutlich noch relativ viel Zeit, um die kleinen Muttern in die richtige Position zu bekommen. Anfangs nehmen Sie dazu am besten eine kleine Spitzzange zu Hilfe. Mit etwas Übung klappt das aber mit der Zeit ohne zusätzliches Werkzeug recht gut.






