Mit dem ComCentre RISC OS zur Kommunikationszentrale ausbauen

© J.R. Bale, 123RF

Hallo Welt

Bauen Sie RISC OS aus zu einer leistungsfähigen Kontrollzentrale für die Kommunikation via UMTS-Modem.

Mit einem Raspberry Pi steht Ihnen die komplette Vielfalt freier Software zur Verfügung, darunter Programme, mit denen Sie SMS vom Mini-PC aus versenden oder auf diesem empfangen. Wie das unter Raspbian klappt, haben wir bereits in der letzten Ausgabe beschrieben [1]. Vergleichbare Möglichkeiten stehen auch unter dem Betriebssystem RISC OS bereit.

Der Autor des Artikels ist öfter mit seinem "SchlepPi" [2] unterwegs (Abbildung 1), quasi einem Laptop auf RasPi-Basis. Das legt eine mobile Lösung zur Kommunikation nahe. Der mobile Rechner läuft unter RISC OS, und hier gibt es das freie ComCentre, dass Sie bei Bedarf einfach und kostenfrei über die Seite des Programmautors [3] herunterladen.

Abbildung 1: Der Laptop trägt einen Raspberry Pi im Herzen, auf dem RISC OS läuft.

Unter der Haube lehnen sich Teile der Software an die entsprechenden Tools von Linux an, sodass es bei der Konfiguration neuer Sticks möglich ist, auf diese Daten zurückzugreifen.

Installation

Die Installation fällt nicht schwer: Sie kopieren die Applikation einfach in ein Verzeichnis Ihrer Wahl. Sie benötigt !Boot.Resources.!Routines (in RISC OS RC14 enthalten) und setzt voraus, dass der Filer die Komponente AppBasic gesehen hat. Das Programm selbst und die zusätzlichen Pakete wie !USBDevSwp und !USBSDvEmu laden Sie kostenfrei von der genannten Seite herunter.

Außerdem muss !Boot.Resources.!System.Modules.Network die Module PPP und URI enthalten. Dorthin kopieren Sie auch USBSDvEmu. Die Hauptanwendung !ComCentre sowie !USBDevSwp legen Sie dagegen einfach in ein beliebiges Verzeichnis. Nach einem Doppelklick nehmen die Programme einige Einstellungen im Hintergrund vor.

Konfiguration

Handelt es sich bei dem UMTS-Modem um einen USB-Stick, der weit verbreitet ist, hat die Software in der Regel kaum Probleme, die Hardware zu erkennen. Die Konfiguration eines unbekannten Sticks verläuft nicht ganz so einfach, eine Beschreibung würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Über den Doppelklick auf !Boot rufen Sie die Konfiguration auf. Im Configuration-Fenster sind ComCentre und USBDevSwp hinzugekommen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Über USBDevSwp richten Sie einen Stick als USB-Modem ein.

USBDevSwp (Abbildung 3) enthält zusätzliche Angaben zum Konfigurieren des UMTS-Sticks in den Modem-Modus. Erkennt das System den Stick, erzeugt es die entsprechenden Einstellungen automatisch. Unbekannte Geräte konfigurieren Sie manuell. Dazu bringt das Programm eine ausführliche Hilfe mit.

Abbildung 3: Sticks identifizieren Sie über die ID des Herstellers sowie des jeweiligen Produkts – nicht immer intuitiv, aber wenn Sie die Daten kennen, geht es leicht von der Hand.

In !Boot.Resources.!USBDevSwp.Devices befinden sich einige Device-Dateien aus der Linux-Welt. Der Dateiname verweist auf die Vendor- und Product-ID des Sticks vor dem Einstecken. Intern finden Sie in der Regel mehrere Sticks mit den gleichen IDs.

USBDevSwp nutzt immer den ersten Eintrag in der Liste. Bei Problemen lohnt es sich, hier zu suchen und zu kontrollieren, ob TVend. und TProd. richtig hinterlegt sind und der erste Eintrag in der Liste der richtige ist.

ComCentre verwendet die auf dem Stick oder der SIM hinterlegten Voreinstellungen des Providers. Diese passen Sie bei Bedarf über die Konfiguration an. Daneben können Sie die PIN-Nummer hinterlegen, damit Sie diese nicht bei jedem Anmelden einzugeben brauchen. Falls Sie die Kurznachrichten an einem bestimmten Ort im Dateisystem sichern möchten, konfigurieren Sie das ebenfalls an dieser Stelle.

Abbildung 4: Hier konfigurieren Sie neben den grundlegenden Daten der Verbindung zusätzlich, ob ComCentre die Kurznachrichten auf der SIM ablegt oder auf dem Gerät, wo Sie unter Umständen einen besseren Zugriff haben.

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