Messen in Intervallen
Die serielle Schnittstelle schaltet den XY-FZ35 nicht nur auf Wunsch ein oder aus. Mit der Befehlsfolge d.ddA (d steht jeweils für eine Ziffer) übernimmt sie auch den gewünschten Strom. Beispielsweise könnte das Messprogramm mit einer Vorgabe für eine kleine Stromstärke beginnen, um die Leerlaufspannung zu erfassen. Allerdings ginge dann die Proportionalität von Spannung und Leistung verloren.
Mithilfe eines Skripts könnten Sie aus der Konstantstromsenke XY-FZ35 eine Konstantleistungssenke machen. Da die Spannung zu jedem Zeitpunkt bekannt ist, bestimmt dann das Skript für jedes Intervall die Leistung und regelt den Strom entsprechend nach. Eine weitere Anwendung erläutert Abbildung 6: das Untersuchen der Abhängigkeit der Spannung vom Laststrom. Alle 10 Sekunden ändert sich der Strom in Schritten von 100 Milliampere (zwischen 100 und 900 mA). Bereits nach wenigen Zyklen reagiert die Zelle mit ihrer Spannung unterschiedlich auf die Belastung.
Zeitlich ausgedehnte Messreihen charakterisieren die Qualität unterschiedlicher Batterien, was aber nicht Gegenstand dieses Artikels ist.
Fazit
Der Lasttester XY-FZ35 agiert zunächst nur als Konstantstromsenke. Über seine Bedienungselemente regelt er den Laststrom mit einer Auflösung von 10 Milliampere. Er kann elektrische Energiequellen mit einer Spannung bis zu 25 Volt mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 35 Watt belasten. Der Clou des Geräts ist die Möglichkeit der Steuerung über eine serielle Schnittstelle. Ein Rechner hat dabei Zugriff auf alle Parameter, einschließlich des Laststroms. Die Leistungsparameter – Strom und Spannung – gibt das Gerät im Sekundentakt und minutengenau heraus. Damit lassen sich automatisiert Lastprofile von Netzgeräten und insbesondere von Batterien über Stunden und Tage hinweg verfolgen. (jlu)
Infos
- XY-ZF35 bei Aliexpress: https://de.aliexpress.com/item/32953589108.html
- Minicom: https://salsa.debian.org/minicom-team/minicom
- Pyserial: https://github.com/pyserial/pyserial






