Aus Raspberry Pi Geek 02/2022

Siemens Logo! mit IO-Broker verbinden

© danciaba / 123RF.com

Na Logo!

Martin Mohr

Ein Modul aus der Serie Logo! von Siemens lässt sich problemlos in IO-Broker integrieren, wenn Sie die richtigen Handgriffe kennen.

Das Logikmodul Siemens Logo! ist für den Einsatz in privaten Haushalten vorgesehen ist. Es lässt sich vergleichsweise einfach programmieren und bietet dennoch einen beachtlichen Funktionsumfang. Preislich bewegt sich das Modul in einem vernünftigen Rahmen.

Benötigen Sie etwa eine Zeitschaltuhr und zwei Treppenhausautomaten, lohnt es sich, das Modul anstelle der Einzelkomponenten einzubauen. Abgesehen davon eröffnet das Logikmodul erheblich mehr Möglichkeiten als einzelne Komponenten (siehe Tabelle “Technische Daten”). Darüber hinaus nimmt es im Schaltschrank nicht so viel Platz ein.

Parameter

24CE

12/24RCE

24RCE

230RCE

Betriebsspannung

24 Volt DC

12 bis 24 Volt DC

24 Volt AC/DC

115 bis 230 Volt AC/DC

Eingänge

8

8

8

8

Ausgänge (ohmsche Last)

4 x 0,3 Ampere

4 x 10 Ampere

4 x 10 Ampere

4 x 10 Ampere

Zykluszeit/Funktion

<0,1 Millisekunden

<0,1 Millisekunden

<0,1 Millisekunden

<0,1 Millisekunden

Display

ja

ja

ja

ja

Zeitschaltuhren

ja

ja

ja

ja

Umgebungstemperatur

0 bis 55 Grad Celsius

0 bis 55 Grad Celsius

0 bis 55 Grad Celsius

0 bis 55 Grad Celsius

Schutzart

IP20

IP20

IP20

IP20

Schnittstelle

Ethernet

Ethernet

Ethernet

Ethernet

Installation

Zum Programmieren benötigen Sie die Logo!Soft Comfort IDE, die jedes Starterkit [1] enthält. Dabei sollten Sie genau auf die Version der Hardware achten: Die aktuelle Version 8.3 arbeitet mit der Cloud zusammen, alle Versionen davor haben keine Möglichkeit, online zu gehen. Das ist meist aber auch nicht erforderlich. Ärgerlich ist allerdings, dass einige Online-Händler die alten Versionen zum Preis der neuen verkaufen.

Eine Demoversion der IDE laden Sie bei Bedarf von der Homepage herunter [2]. Damit haben Sie die Möglichkeit, Programme zu erstellen und im Simulator zu testen. Die Demosoftware erlaubt es aber nicht, den Code in das Modul hochzuladen.

Im Test lief die IDE unter Ubuntu 20.04.2 LTS. Für die Installation öffnen Sie ein Terminal und wechseln in das Installationsverzeichnis auf dem entsprechenden Datenträger (Listing 1, erste Zeile). Je nachdem, welche Distribution Sie verwenden, weicht der Pfad zur CD-ROM leicht ab. Es ist wichtig, die Installation aus dem betreffenden Verzeichnis heraus zu starten, sonst findet der Installer seine Komponenten nicht.

Listing 1

IDE installieren

$ cd CDROM_Installers/Disk1/InstData/Linux64/VM/
$ sh ./Setup.bin

Mit dem Kommando aus Zeile 2 starten Sie das Einrichten der IDE. Nach einigen Sekunden erscheint der Setup-Dialog, in dem Sie die zu verwendende Sprache auswählen. Danach drücken Sie OK und bestätigen im Folgenden die Lizenzbestimmungen, um die Software einzurichten.

Im nächsten Schritt wählen Sie ein Verzeichnis aus, in dem Sie die Software installieren. Für einen Test ist eine Installation ins Home-Verzeichnis sinnvoll. Dazu ändern Sie die entsprechende Angabe (Abbildung 1). Auf Ihrem System passen Sie den Pfad an den eigenen Benutzer an. Das Verzeichnis /usr/local/bin/ gehört dem User root, doch auch jeder andere Benutzer darf Dateien dort lesen. Richten Sie die Software auf einem System ein, das mehrere Personen verwenden, ist das der passende Platz.

Abbildung 1: Wollen Sie die Software nur testen, empfiehlt sich die Installation ins Home-Verzeichnis.

Abbildung 1: Wollen Sie die Software nur testen, empfiehlt sich die Installation ins Home-Verzeichnis.

Im folgenden Dialog wählen Sie das Verzeichnis aus, in dem das Setup die Links anlegt. Der Autor arbeitet diesbezüglich recht traditionell und startet alles aus einem Terminal. Das hat den Vorteil, dass sich die Ausgaben der Software erkennen lassen.

Im Anschluss daran startet das Setup und kopiert alle nötigen Dateien auf das System (Abbildung 2). Zu guter Letzt fragt der Installer ab, ob Sie den Logo! Web Editor (LWE) installieren möchten. Für das vorliegende Projekt ist er nicht erforderlich. Mit einem letzten Klick auf Fertig schließen Sie die Installation ab.

Abbildung 2: Haben Sie alle Angaben f&uuml;r das Setup gemacht, beginnt die Installation der Software.

Abbildung 2: Haben Sie alle Angaben für das Setup gemacht, beginnt die Installation der Software.

Die Installationsroutinen von Logo!Soft Comfort sind für Suse Linux gedacht. Verwenden Sie eine andere Distribution, fallen noch einige manuelle Nacharbeiten an. Listing 2 zeigt, welche Kommandos Sie unter Umständen brauchen, damit die Software die Konfiguration des Netzwerks richtig erkennt. Dabei müssen Sie die Dateien entsprechend den tatsächlich vorhandenen Netzwerk-Interfaces erstellen.

Listing 2

Konfiguration anpassen

$ sudo mkdir -p /etc/sysconfig/network
$ sudo touch /etc/sysconfig/network/ifcfg-enp7s0
$ sudo touch /etc/sysconfig/network/ifcfg-wlan0

Jetzt starten Sie die Entwicklungsumgebung, indem Sie die Kommandos aus Listing 3 eingeben. Beim ersten Start öffnet sich der Hilfebildschirm mit Hinweisen zum Einsatz der Software. Haben Sie noch keine Erfahrung mit dem System, lohnt es sich, die Online-Trainings [3] anzusehen. Bei konkreten Problemen bietet das Forum [4] eine gute Anlaufstelle für Fragen aller Art. Gleichzeitig mit der Hilfe startet die eigentliche IDE.

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