Systemfrage
Dagegen genügt die Leistung des neuen Mini-Rechners durchaus den Anforderungen von Server-Anwendungen im Embedded-Bereich. So lässt sich der Zero 2 W problemlos als DNS-, Datei- oder Media-Server in ein Netzwerk integrieren. Als Betriebssystem dafür bietet sich DietPi [2] an: Das auf Debian basierende System optimierten die Entwickler für den ressourcenschonenden Einsatz. Es nutzt ein einfaches Whiptail-Interface, das kaum Rechenleistung für die Systemverwaltung beansprucht.
Auch TwisterOS Lite [3], ein auf Raspberry Pi OS basierendes 32-Bit-Betriebssystem, eignet sich für den Zero 2 W, da es sich ebenfalls als Server-Betriebssystem nutzen lässt. Neben Server-Anwendungen fokussiert der britische Winzling auch auf den Einsatz mit spezialisierter Hard- und Software im Internet-of-Things-Bereich und eignet sich darüber hinaus für die Integration in industrielle Systeme.
Fazit
Mit der Neuauflage RasPi Zero 2 W gelingt der Raspberry Pi Foundation ein deutlicher Leistungssprung zum Vorgänger. Das Performance-Plus resultiert in erster Linie aus der im Vergleich zum Vorgänger deutlich stärkeren Cortex-A53-CPU, die sich zudem problemlos übertakten lässt. Der Prozessor stößt dabei in Bereiche vor, die den RasPi Zero 2 W auch für Desktop-Anwendungen tauglich erscheinen lassen. Einer solchen Verwendung stehen jedoch der kleine und nicht aufrüstbare Arbeitsspeicher von lediglich 512 MByte sowie die schwache USB-Performance im Weg. Dadurch empfiehlt sich der Raspberry Pi Zero 2 W primär als mit entsprechenden Betriebssystemen ausgestatteter Server und als IoT-Rechner im heimischen Netz oder in industriellen Anwendungen. (tle)
Glossar
- Whiptail
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Pseudografisches Dialogsystem für die Konsole, das auf der Bibliothek Newt basiert, statt wie das ähnliche Dialog auf Ncurses zurückzugreifen.
Infos
- Vorstellung des RasPi Zero 2 W: https://www.raspberrypi.com/news/new-raspberry-pi-zero-2-w-2/
- DietPi: https://dietpi.com
- TwisterOS Lite: https://twisteros.com/twisteroslite.html





