Mit dem Analogteil gewinnen Sie sicherlich keinen HiFi-Preis. Der “gefädelte” Aufbau (Abbildung 3) spottet allen Grundregeln der Audioschaltungstechnik bezüglich der Führung und Schirmung von Signalen (Abbildung 4). Auch die Schaltung selbst lässt sich noch aufpolieren, vor allem hinsichtlich der Stromversorgung. Drehen Sie laut genug auf, überschreiten Sie locker den Rauschpegel – zumindest, wenn Sie auf der Konsole arbeiten. Ein aktiver X-Server dagegen verursacht ein deutliches, quasi-periodisches Knistern.

Abbildung 3: Links der PCM5122, rechts der WM8804. Es handelt sich jeweils um SMDs, die daher auf Adapterboards gelötet wurden. Darunter sehen Sie rechts den Impulsübertrager.

Abbildung 4: Auf der Unterseite der Eigenbau-Soundkarte sticht das Fehlen jeglicher Schirmung ins Auge. Immerhin existiert ein (fast) zentraler Audiomassepunkt (rechts unten).
Dass man für einen Wechsel zwischen analoger und digitaler Ausgabe den RasPi neu booten muss, zählt zu den weiteren Punkten der vorgestellten Lösung, die es noch zu verbessern gilt. Wie das gelingt, stellen wir Ihnen in einer der folgenden Ausgaben vor.
Die Autoren
Werner Hein beschäftigt sich seit 1994 hobbymäßig mit Linux und seit 1997 professionell mit der Entwicklung des Modems in Mobiltelefonen. Jakob Hein, sein technikinteressierter Neffe und Koautor, besucht das Gymnasium und hat ein gutes und mittlerweile geübtes Händchen für elektronische Schaltungen.
Infos
- Quellcode-Verzeichnis für RasPi-Soundkarten: https://github.com/raspberrypi/linux/tree/rpi-4.9.y/sound/soc/bcm
- I2S-Schnittstelle: https://de.wikipedia.org/wiki/I2S
- PCM5122: http://www.ti.com/product/PCM5122
- IEC60958, S/PDIF und TOSLINK: https://de.wikipedia.org/wiki/Sony/Philips_Digital_Interface
- WM8804: https://www.cirrus.com/products/wm8804/





