Die empfangende Seite kennt die Dateigröße im Voraus nicht. Entweder erfragen Sie den Wert vor dem Start des Transfers oder Sie verwenden den Wert 1000, der erfahrungsgemäß bei -h vernünftige Ausgaben produziert.
Abbildung 3 zeigt den Ablauf des Skripts. Der Übersichtlichkeit halber kommen Positionsparameter anstelle von Eingabemasken zum Einsatz. Mit den Möglichkeiten von Zenity [3] oder Cdialog [4] ließe sich dieses Skript entsprechend erweitern.
Firewall-Modus
Der Firewall-Modus erlaubt den Aufbau einer Verbindung in umgekehrter Richtung. Der Option -f übergeben Sie entweder die IP-Adresse oder den Namen eines Rechners. Beim Einsatz zeigte sich folgender Ablauf als praktikabel: Sie rufen zuerst netwrite mit der Option -f auf und starten anschließend netread ebenso mit -f. Dadurch nutzen Sie auf beiden Systemen den Firewall-Modus, die Reihenfolge beim Start ist aber umgekehrt.
In Abbildung 4 sehen Sie die notwendigen Schritte für den Sender (heller Hintergrund im Terminal) und den Empfänger (dunkler Hintergrund). Die Angabe zum Rechner erfolgt über deren Namen (ze5 und ZE6). Nach dem Aufruf von netwrite erscheint zunächst die Meldung, dass das Programm auf dem angegebenen Port lauscht. Die weiteren Meldungen kommen nach dem Aufruf von netread am Zielsystem zustande.

Abbildung 4: Ablauf einer Datenübertragung im Firewall-Modus. Dabei baut die lesende Seite die Verbindung auf, nachdem auf der sendenden Seite das Programm gestartet ist.
In Shell-Skripts
Die beiden Tools arbeiten in klassischer Linux-Tradition, lesen also von der Standardeingabe und schreiben auf die Standardausgabe. Das ermöglicht es, die Ausgabe eines Programms direkt an Netwrite zu schicken. Durch Weglassen der Option -o oder durch Umlenken der Ausgabe erscheinen die Daten am Bildschirm des empfangenden Rechners (Abbildung 5).
Mini-Chat
Wenn Sie weder eine Ein- noch eine Ausgabedatei bestimmen, liest Netwrite von der Standardeingabe, Netread liefert auf die Standardausgabe aus. Damit bauen Sie einen provisorischen Chat auf (Abbildung 6).
Verwenden Sie diesen jedoch über eine Strecke außerhalb des privaten Netzwerks, empfiehlt es sich, die Kommunikation mittels Secure Shell (SSH) abzusichern. Sie benötigen je ein Terminal zum Senden und Empfangen. Darüber hinaus müssen Sie für jede Richtung einen eigenen Port verwenden.
Fazit
Die Netrw-Tools ermöglichen es, unkompliziert Daten zwischen zwei Rechnern zu übertragen. Dabei kommen sie ohne zwischengeschaltete Infrastruktur aus und arbeiten praktisch auf Zuruf. Verschlüsseln Sie die Nutzlast, bleiben sie beim Übertragen der Daten stets auf der sicheren Seite.
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