Nun dürften in der Realität die meisten Kleinkriminellen nicht über solch einen Organisationsgrad verfügen. Sie werden sich eher darauf beschränken, Überwachungskameras, die sie entdecken, mit physischer Gewalt zu zerstören. Wenn auf den RasPis ein kurzgetakteter Cron läuft, der minütlich via Rsync die neuesten Bilder auf Ihren Server lädt, dann verfügen Sie trotzdem über alle bis zu diesem Zeitpunkt angefertigten Aufnahmen der Täter. Um auch gegen den eher seltenen Fall von “hackenden” Einbrechern geschützt zu sein, sollten Sie dennoch auf ein sicheres Passwort für Ihr LAN achten.
Dies alles geht jedoch vermutlich schon weit über das hinaus, was Durchschnittskriminelle bei einem einfachen Wohnhaus als Sicherheitsvorkehrungen erwarten. Schließlich nimmt die vorgestellte Lösung an mehreren Orten des überwachten Objekts farbige Bilder in einer Auflösung von jeweils 5 Megapixeln auf und sichert diese optional unmittelbar danach im Netz. Macht Ihnen aber das Tüfteln Spaß, dann können Sie die Sicherheit des Systems weiter maximieren.
Eine denkbare Erweiterung wäre etwa, ein Skript zu schreiben, das auf dem Backup-Server regelmäßig kontrolliert, ob längere Zeit kein Upload von neuen Kamerabildern stattfand. Ist das der Fall, könnten Sie beispielsweise einprogrammieren, dass der Server über ein SMS2Mail-Gateway eine Alarmmeldung an Ihr Handy versendet. Es könnte aber auch ein abschreckender Alarm ertönen, der die Täter in die Flucht schlägt. Wie so oft sind beim Raspberry Pi der Fantasie bezüglich eigener Erweiterungen keine Grenzen gesetzt.
Infos
- RasPi-Kamera-Modul: Marko Dragicevic, “Auge des Pi”, RPG 01/2014, S. 44, http://www.raspberry-pi-geek.de/31272
- Pi-NoIR: http://www.raspberrypi.org/archives/5128





