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Aus Raspberry Pi Geek 05/2013

Veranstaltungsbericht: “Pi and More 3” in Trier (Seite 2)

Mehr Jams!

Abends verlassen diejenigen Teilnehmer, die als Heimweg noch eine längere Strecke vor sich haben, das Gebäude in Richtung Parkplatz. Der Rest tauscht sich wenige Meter davon entfernt beim Grillen noch weiter aus. Wir lassen währenddessen in unserem Kopf den Tag noch einmal Revue passieren.

Dabei drängt sich unweigerlich die Frage auf, warum nicht noch mehr deutschsprachige Raspberry-Pi-Jams existieren. Sicherlich gibt es bundesweit noch viel mehr als die in Trier erschienenen 100 Teilnehmer, die von so einer Veranstaltung profitieren würden. Und: Was schaffen Jugendliche, die mit 10 bis 12 Jahren mit dem Coden und Löten anfangen, wenn sie erst einmal 25 sind?

Im Prinzip versteht man hier umso mehr, welches Potential im Raspberry Pi steckt. Aus dem “Homebrew Computer Club” im Silicon Valley der 1970er entstanden später milliardenschwere und heute weltweit bekannte Unternehmen. Es bleibt zu hoffen, dass hierzulande auch irgendwann einmal britische Verhältnisse herrschen: Raspberry Pis an jeder Schule und aktive Usergroups für die Enthusiasten aller Altersklassen. 

Interview: Pi and (much) More?

Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer des Organisationsteams beantworteten uns Daniel Fett und Christopher Perrin am Rande der Veranstaltung ein paar Fragen zu den Hintergründen von Pi & More.

?Pi & More findet ja nun schon zum dritten Mal statt. Wie kam es ursprünglich zu der Idee, einen deutschsprachigen Raspberry-Pi-Jam zu veranstalten?

! Im Bekanntenkreis redeten wir viel über den RasPi und seine Möglichkeiten. “Hast du deinen schon bekommen, oder musst du auch noch warten?”, lautete eine typische Frage. Im Gespräch stellten wir dann fest, dass so eine Veranstaltung eine gute Sache wäre.

?In Großbritannien sind die Pi-Jams schon weit verbreitet. In Deutschland scheint ihr bisher noch die einzigen zu sein, die einen veranstalten.

! Es gab einen Briten, der an englischen Schulen in Deutschland Raspberry-Pi-Jams veranstaltet hat. Davon abgesehen, sind wir wohl momentan tatsächlich die einzigen.

?Setzt ihr bei “Pi and More” bestimmte Schwerpunkte — zum Beispiel Maker-Themen oder Ähnliches?

! Nein, im Prinzip ist die Themenauswahl ausgeglichen. Die ersten beiden Veranstaltungstermine fielen noch sehr technisch aus. Mittlerweile haben wir auch ein Angebot für diejenigen, die einen Anfänger-Workshop besuchen wollen oder sich für den Bildungseinsatz des RasPi interessieren.

?Verfolgt ihr mit der Veranstaltung auch bestimmte Ziele?

! Jeder, der mithilft, hat sicherlich seine persönlichen Ziele. Der eine lernte in seiner Kindheit viel durch den C-64 und möchte deswegen, dass der RasPi stärker Eingang in den EDV-Unterricht findet: An einem kleinen Gerät mit technischen Limits lässt sich auf spielerische Weise sehr viel technisches Know-how erlangen. Der andere sucht einen Treffpunkt, an dem sich Bastler über ihre Projekte austauschen können. Übrigens steht das “… and More” in Veranstaltungstitel dafür, dass auch Arduino & Co. willkommen sind.

?Der Eintritt ist kostenlos, die Redner reisen zum Teil aus dem Ausland an. Wie finanziert ihr das, nutzt ihr Sponsoring?

! Nein, alles geschieht ehrenamtlich. Die Redner kamen, ohne dass wir ihnen eine Erstattung der Fahrtkosten zusagen konnten.

?Wie sieht die Zukunft aus? Beispielsweise waren die 100 Plätze der Veranstaltung dieses Mal komplett ausgebucht. Wollt ihr bei den kommenden Terminen noch weiter wachsen?

! Weiter wachsen wollen wir nur, wenn die Qualität nicht darunter leidet. So sind die Helfer dieses Mal schon mit dem Hardware-Verleih, dem Essensverkauf, dem Verlegen des Netzwerks und so weiter voll ausgelastet. Bei einem Mehr an Besuchern stellt sich auch die Frage, wo in der Halle noch zusätzliche Basteltische Platz haben könnten. Denkbar wäre eher, irgendwann einmal mehrere Tracks anzubieten, sodass sich die Besucher räumlich etwas verteilen – dann könnten auch mehr Leute kommen.

?Vielen Dank für das Interview und euch noch weiterhin viel Erfolg mit “Pi and More”.

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