In den folgenden Beispielen verwenden wir durchgängig 192.168.0.115 als IP und fedora als Benutzerkonto. Diese müssen Sie jeweils durch die für Ihre Installation gültigen Werte ersetzen.
Standard-Benutzerkonten
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Distribution |
Benutzer |
Passwort |
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Arch Linux ARM |
root |
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OpenELEC |
root |
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Pidora |
root |
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Raspbian Wheezy und Derivate |
pi |
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Melden Sie sich das erste Mal auf einer entfernten Maschine an, prüft Ihr Client die Datei .rhosts dahingehend, ob es sich um einen bereits bekannten Rechner handelt. Dies soll sicherstellen, dass Sie sich auch mit dem richtigen Rechner verbinden. Ist der Rechner dagegen bislang unbekannt, generiert SSH für diesen einen Schlüssel, an dem es ihn in Zukunft erkennen kann, und fragt dann sicherheitshalber noch einmal nach, ob Sie auch wirklich Kontakt aufnehmen wollen. Bejahen Sie das, beginnt die eigentliche Anmeldeprozedur. Ein Beispiel dieses Ablaufs zeigt Listing 3.
Listing 3
$ ssh [email protected] The authenticity of host '192.168.0.115 (192.168.0.115)' can't be established. RSA key fingerprint is 83:d7:be:fe:5e:91:98:90:ff:eb:87:0b:88:d2:e9:e9. Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes Warning: Permanently added '192.168.0.115' (RSA) to the list of known hosts. [email protected]'s password:
Root loswerden
Nach der Anmeldung auf einem RasPi-System, das lediglich über einen Root-Account verfügt, sollten Sie aus Sicherheitsgründen als erstes für künftige Anmeldungen ein normales Benutzerkonto anlegen. (Wie das funktioniert, beschreibt ein eigener Artikel ab Seite 28 in diesem Heft.) Als nächstes unterbinden Sie dann künftige SSH-Logins durch root. Dazu tippen Sie:
$ vi /etc/ssh/sshd_config
Der Editor Vi starten mit der Konfigurationsdatei für SSH, in der Sie die Zeile # PermitRootLogin yes suchen. Hier entfernen Sie das Kommentarzeichen # vor dem Eintrag und ändern das yes in ein no (Abbildung 1).
Alle Benutzer, die via SSH auf den Raspberry Pi zugreifen dürfen, tragen Sie nun mit in die Datei ein. Dazu ergänzen Sie am Dateiende eine Zeile mit einer Liste der entsprechenden Benutzerkonten:
AllowUsers hinz kunz
Damit die Änderungen greifen, starten Sie anschließend den SSH-Daemon mittels des Befehls service sshd restart neu. Zu guter Letzt beenden Sie die laufende SSH-Session mit exit und können sich anschließend als einer der neu eingetragenen Benutzer wieder anmelden.
Distribution konfigurieren
Läuft auf dem RasPi Pidora, dann startet dieses bei der ersten Benutzung normalerweise ein Konfigurationsskript, in dem Sie unter anderem ein Root-Passwort festlegen und ein Benutzerkonto einrichten können. Allerdings startet dieses Skript nur, wenn das Betriebssystem das Vorhandensein von Eingabegeräten feststellt. Booten Sie Pidora headless, konfiguriert es lediglich via DHCP die Netzwerkschnittstelle des RasPi, sodass Sie sich zumindest per SSH anmelden und dann die Konfiguration modifizieren können.
Booten Sie eine unter Raspbian “Wheezy” laufenden Raspberry Pi das erste Mal im Headless-Modus, erscheint eine Meldung, die Sie zum Start des Konfigurationstools Raspi-Config auffordert. Bei einer lokalen Erstanmeldung startet dieses automatisch, bei einer SSH-Verbindung müssen Sie es selbst aufrufen.
Schlüssel generieren
Wahrscheinlich haben Sie schon einmal Public-Key-Verschlüsselung genutzt, etwa für E-Mails. Sie benötigen dazu einen öffentlichen Key zum Verschlüsseln und einen privaten Key zum Entschlüsseln. Dabei dient der öffentliche Schlüssel quasi als Schloss, das sich mit dem privaten Schlüssel wieder öffnen lässt. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten Sie den privaten Schlüssel beim Erzeugen stets mit einer Passphrase absichern.
@:Dieser Mechanismus lässt sich auch für SSH-Verbindungen einsetzen, wo er neben der Sicherheit auch den Komfort erhöht, indem er die Passworteingabe überflüssig macht. Dabei können Sie für Benutzerkonten auf verschiedenen Maschinen auch unterschiedliche Schlüsselpaare generieren.
Zunächst einmal erstellen Sie mithilfe des Befehls ssh-keygen ein neues Schlüsselpaar. Das Tool fragt Sie zunächst nach einem Verzeichnis, in dem es die Schlüssel ablegen soll, sowie nach einer Passphrase (Listing 4). Letztere darf neben Buchstaben und Leerzeichen auch Sonderzeichen [4]. Den frisch erzeugten Public Key kopieren Sie nun auf den RasPi:






