Wer sich mit einem Raspberry Pi beschäftigt, der braucht die passenden Systeme für den Mini-PC. Unsere Heft-DVD liefert Ihnen die wichtigsten Distributionen in den aktuellen Versionen. Dazu erhalten Sie die Software für die Artikel und Workshops im Heft.
Ubuntu für den RasPi
Wer sich bis vor Kurzem nach Distributionen für den Raspberry Pi umschaute, suchte vergeblich nach Ubuntu. Canonical bietet zwar seit Längerem eine ARM-Version seiner Ubuntu-Distribution an, diese setzt allerdings die ARMv7-Architektur der Familie Cortex-A voraus. Die RasPis der ersten Generation basieren jedoch auf der ARM11-Familie aus der ARMv6-Architektur.
Mit dem Start von Version 2, Modell B ändert sich dies nun: Der auf der zweiten Generation des RasPi aufgebrachte Broadcom-Chip BCM2836 basiert auf einem ARMv7-Layout und ist somit nun zu Ubuntu kompatibel, ohne dass Canonical seine ARM-Version tief greifend überarbeiten musste. Gleich zwei Ubuntu-Systeme sind auf die Himbeere gekommen; eins für den Desktop (Trusty) und eins für die Cloud (Snappy).
Weitere DVD-Inhalte
Bei RISC OS 2015-02-17 RC14 handelt es sich um ein schlankes und schnelles Multitasking-Betriebssystem speziell für Rechner mit ARM-Prozessoren. Der Kern des Betriebssystems hat nur einen minimalen Footprint, da eine Vielzahl von Modulen für das Dateisystem, den Zugriff auf Festplatten, die grafische Oberfläche und Ähnliches verantwortlich zeichnen.
Das bekannteste System für den Raspberry Pi ist mit Sicherheit Raspbian 2015-02-16. Dabei handelt es sich um eine angepasste Variante von Debian. Dank der enormen Verbreitung stehen dem Nutzer etwa 35 000 Pakete aus den Debian-Paketquellen zur Installation bereit.
Wer für den Raspberry Pi eine weit verbreitete und gleichzeitig durchweg sehr zuverlässig gepflegte Mediacenter-Distribution sucht, der findet im aktuellen Raspbmc 2014-11-24 genau das Richtige. Sie verwendet ein modifiziertes Raspbian, das in eine mittels vieler Patches optimierte und erweiterte Ausgabe von Kodi (früher: XBMC) bootet.
Mit Ubos setzen Sie in kurzer Zeit und ohne große Vorkenntnisse einen kleinen Server auf, mit dessen Hilfe Sie Webapps für Cloud-Dienste wie Owncloud oder WordPress über den Browser verwalten. Als Basis für eine solch dedizierte Maschine bietet sich ein ausrangierter PC oder ein Raspberry Pi 2 an.
Bei Pidora 2014 R3 handelt es sich um eine an den Raspberry Pi angepasste Version von Fedora, Red Hats Community-Variante. Die anfänglichen Kinderkrankheiten bekamen die Entwickler in den Griff, für ältere RasPi-Modelle mit 256 MByte RAM erwies sich Pidora allerdings nach wie vor als ungeeignet.
Bei Phpsysinfo 3.2.1 ist der Name Programm: Das Skript in der beliebten Sprache für Webapplikationen gibt Daten, wie Prozessor oder eingebundene Devices, von einem System im Browser aus. Das Tool hat sich bereits auf zahlreichen Plattformen bewährt.
Mit Filemonitor 2.4.1 behalten Sie alle laufenden Prozesse und geöffneten Dateien im Auge. Die ermittelten Prozesse listet es dabei in Echtzeit auf. Als Datenquelle dienen bewährte Bordmittel wie Lsof.
Die Multimedia-Distribution Xbian 2015.03.07 basiert auf Raspbian, also der am weitesten verbreiteten Distribution für den Raspberry Pi. Xbian beschreibt sich selbst auf der Webseite als “The Bleeding Edge”, also als die XBMC-Distribution, die immer auf aktuelle und neue Software-Versionen setzt.

