RiscOS 2013-07-10 RC11
Einer der Schwerpunkte dieser Ausgabe liegt beim Systemexoten RiscOS 2013-07-10 RC11. Dabei handelt es sich um ein schlankes und schnelles Multitasking-Betriebssystem, das speziell für Rechner mit ARM-Prozessoren entwickelt wurde, wozu bekanntlich auch der Raspberry Pi zählt. Die Wurzeln des von der Firma Acorn entwickelten Systems reichen jedoch viel weiter und gehen bis in die 80er Jahre zurück. Der Kern des Betriebssystems hat nur einen minimalen Footprint, da eine Vielzahl austauschbarer Module für das Dateisystem, den Festplattenzugriff, die grafische Oberfläche und Ähnliches verantwortlich zeichnen. Wer sich mit der eher ungewohnten Bedienung anfreunden kann, bekommt damit eines der performantesten Systeme für den RasPi.
Weitere DVD-Inhalte
NOOBS 1.3.4 stellt eine Mischung aus Bootmanager und Installationshilfe dar. Mit ihm wählen Sie aus einem Menü aus, ob Sie Raspbian, Pidora, Arch Linux, OpenELEC, Raspbmc oder RISC OS installieren möchten. Alle weiteren Installationsschritte übernimmt NOOBS automatisch.
Das bekannteste System für den Raspberry Pi ist mit Sicherheit Raspbian 2014-01-07. Dabei handelt es sich um eine angepasste Variante von Debian GNU/Linux. Dank seiner enormen Verbreitung stehen dem Nutzer etwa 35.000 Pakete aus den Debian-Paketquellen zur Installation bereit.
Die auf dem Minicomputer am weitesten verbreitete und gleichzeitig von Beginn an sehr zuverlässig gepflegte Mediacenter-Distribution ist Raspbmc 2013-12-23. Sie verwendet ein modifiziertes Raspbian, das in eine mittels vieler Patches optimierte und erweiterte Ausgabe von XBMC bootet.
Der RasPi eignet sich hervorragend als interner Webserver – da darf ein lokales Wiki natürlich nicht fehlen. Angesichts begrenzter Systemressourcen empfiehlt sich dazu ein Leichtgewicht wie Lionwiki 3.2.9. Es benötigt neben einem Webserver mit CGI-Unterstützung lediglich PHP5, jedoch keine Datenbank.
Zu den interessantesten Werkzeugen zur Systemüberwachung im Raspbian-Repository zählt zweifellos das schlanke Tool Monit 5.6. Mit seiner Hilfe behalten Sie nicht nur die Systemlast im Auge, sondern auch einzelne Dienste.
Um im Headless-Betrieb des RasPi bequem mit mehreren Konsolen zu arbeiten, ohne dazu jedesmal eine neue SSH-Verbindung öffnen zu müssen, setzen Sie das vielseitige Werkzeug Screen 20140113 ein. Sie rufen es in der per SSH verbundenen Konsole mit den Befehl screen auf, um es zu aktivieren.
Einen deutlichen Kontrapunkt zum grafisch orientierten Systemen wie Raspbian setzt Arch Linux 2014.01: Unter Verzicht auf eine grafische Oberfläche bootet es direkt in die Kommandozeile – doch das innerhalb weniger Sekunden.
Dank seines hardwarebeschleunigten Grafikchips gibt der Raspberry Pi Full-HD-Videos ruckelfrei wieder. Darüber hinaus verfügt er über Anschlussmöglichkeiten an handelsübliche Fernseher, sowohl digital via HDMI als auch analog mittels Composite-Anschluss. Dies nutzt OpenELEC 3.2.4, um aus dem Minirechner ein vollwertiges Media-Center zu zaubern.


