Geht es ans Eingemachte, vermisst manch ein ambitionierter RasPi-Bastler ein Oszilloskop. Für nicht einmal 20 Euro bauen Sie Ihr eigenes.
Das Mini-Oszilloskop DSO138 bekommen Sie bei vielen Versendern wie Amazon oder Aliexpress. Den Bausatz gibt es bereits für unter 15 Euro im Handel. Die Preise für das Gerät variieren allerdings sehr stark. Das liegt unter anderen am Grad der Vormontage von SMD-Bausteinen. Einige Varianten bringen ein schickes Acrylgehäuse mit, was sich ebenfalls im Preis bemerkbar macht.
Langer Rede kurzer Sinn: Überlegen Sie sehr genau, was und wo Sie bestellen. Um uns das Leben etwas leichter zu machen, verwendeten wir im Test einen mit SMD-Teilen fertig bestückten Bausatz (Abbildung 1).
Stromlos
Beim DSO138 handelt es sich um einen Einkanal-Mini-Oszilloskop-Bausatz. In den meisten Varianten des Kits fehlt das Netzteil. Das stellt aber kein großes Problem dar, da sich das Oszilloskop mit 8 bis 12 Volt aus einer beliebigen Spannungsquelle betreiben lässt. Die technischen Daten des DSO138 finden Sie in der gleichnamigen Tabelle. Der Funktionsumfang des Mini-Oszilloskops genügt für einen Großteil der im Bastelkeller anfallenden Messungen vollkommen.
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Funktion |
Wert |
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Sample-Rate |
1 Million Messungen/Sekunde |
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Analoge Bandbreite |
0 bis 20 kHz |
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Maximale Spannung |
50 Volt |
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Eingangswiderstand |
1 MOhm/ 20 pF |
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Auflösung |
12 Bit |
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Anzahl Messpunkte |
1024 |
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Zeitbasis |
500 s bis 10 µs pro Einheit |
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Versorgungsspannung |
9 Volt DC |
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Stromverbrauch |
120 Milliampere |
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Gewicht |
70 Gramm |
Funktionsweise
Ein Oszilloskop stellt Spannungsverläufe über einen relativ kurzen Zeitraum dar. Die Kunst besteht darin, das Signal zum richtigen Zeitpunkt darzustellen, wozu ein Trigger dient. Es gibt viele Möglichkeiten, um ein Signal zu triggern beziehungsweise das Aufzeichnen eines Signals auszulösen.
Beliebte Trigger-Punkte von Signalen sind Nulldurchgänge, also die Zeitpunkte, bei denen das Signal 0 Volt aufweist. Es lassen sich aber auch andere Spannungswerte zum Triggern wählen; man spricht dann vom Trigger-Level bei x Volt. Zuweilen macht es auch einen Unterschied, ob das Signal den Triggerpunkt in die positive oder in die negative Richtung durchläuft.
Wer sich ein wenig damit beschäftigt, stellt schnell fest, dass das Messen mit den Oszilloskop recht einfach von der Hand geht. Zur Not hilft sicher der Bastlerkollege, der schon einige Erfahrungen mit einem solchen Gerät mitbringt. Alternativ gibt es im Internet viele Tutorials zum Thema, von denen die meisten fachlich in Ordnung sind.
Aufbau
Für den Aufbau des DSO138 sollten Sie sich einige Stunden Zeit nehmen. In der Summe besteht der Satz tatsächlich aus einer Menge unterschiedlicher Bauteile, die Sie auf der Platine verlöten müssen.
Die Anleitung fällt knapp, aber vollkommen ausreichend aus; sie liegt allerdings nur in englischer Sprache vor. Dabei beschreibt sie Schritt für Schritt, welche Bauteile Sie einlöten müssen. Positiv fällt auf, dass sich die Bauteile bei jedem Schritt einzeln abhaken lassen. So stellt es kein Problem dar, den Aufbau auf mehrere Tage zu verteilen.
Um Fehler zu vermeiden, sollten Sie die Bauteile, soweit möglich, mit dem Multimeter nachmessen. Die Farbringe auf den Widerständen und die Beschriftungen der Kondensatoren lassen sich teilweise nur schlecht erkennen. Falls Sie die SMD-Bauteile selbst bestücken, sollten Sie die Widerstände auf jeden Fall ausmessen. Der Hersteller legt mehr davon bei, als Sie benötigen.
Auch bei der Selbstbauvariante verlötet der Hersteller den Mikrocontroller bereits auf der Platine. Der IC und der Spannungsregler lassen sich hier recht leicht verlöten. Grundsätzlich sollten Sie sich vor jedem Arbeitsschritt die Bauteile heraussuchen und bereitlegen, die Sie benötigen. Sollte eines davon fehlen, fällt das auf diese Weise schneller auf.
Auf den Bestückungsdruck auf der Platine können Sie sich getrost verlassen. Die Mini-Bilder in der Anleitung geben eine zusätzliche Orientierungshilfe, welches Bauteil wo hingehört.






