In der Praxis
Als ein sehr schönes Anwendungsbeispiel für das Oszilloskop eignet sich das Überprüfen von PWM-Signalen an Servomotoren. Sehr schön erkennt man hier die Puls- und Pausenzeiten. Auch die richtige Länge des Signals spielt dabei eine wichtige Rolle (Abbildung 3).
Verschiedene Messungen
Mit dem DSO138 lässt sich auch überprüfen, ob die Signale auf dem I2C-Bus richtig übertragen werden. Bei richtiger Einstellung des Triggers erkennt man sogar die einzelnen Bits der Datenübertragung. Einfache Fehler wie eine falsche Bus-Terminierung fallen beim Messen sofort auf. Kommt es zu Problemen, die Signale einzufangen, hilft es, die Geschwindigkeit des Busses so weit wie möglich zu reduzieren.
Auch die von einem A/D-Wandler erzeugten Signale lassen sich mit dem DSO138 leicht überprüfen (Abbildung 4). Beim genauen Hinsehen erkennen Sie die einzelnen Stufen des Wandlers.
Es versteht sich fast schon von selbst, dass das Oszilloskop auch alle Arten von seriell übertragenen Daten überprüft.
Fazit
Es steht außer Frage, dass beim Basteln mit dem RasPi hin und wieder ein Oszilloskop durchaus gute Dienste leistet. Das hier vorgestellte DSO138 richtet sich vornehmlich an Privatanwender, genügt aber vollkommen, um die üblichen Bastleraufgaben zu bewältigen. Wenn Sie gern löten, bereitet Ihnen der Bausatz sicher viel Spaß. Bei dem aufgerufenen Preis von unter 30 Euro machen Sie aber so oder so nicht viel falsch. (tle)
Der Autor
Martin Mohr hegt seit früher Jugend eine Vorliebe für alles, was blinkt. Eine Ausbildung zum Elektroniker verstärkte das noch. Nach einem Informatikstudium entwickelte er überwiegend Java-Applikationen. Mit dem Raspberry Pi erwachte die alte Liebe zur Elektronik wieder.





