Nistkästen mit der Pi-Cam ins Internet bringen

© Computec Media GmbH

Meisencam

Mit einem RasPi, einer NoIR-Pi-Cam und etwas Elektronik bauen Sie für unter 100 Euro ein digitales Auge, mit dem Sie behutsam Singvögel in der Natur beim Brüten beobachten.

Beim Beobachten von Vögeln, insbesondere wenn diese brüten, kommt es darauf an, sie nicht zu stören. Ein Projekt an der Hochschule Niederrhein hat die Aufgabe – einen möglichst wartungsfreien Beobachtungsstand für Höhlenbrüter – mit einem Raspberry Pi gelöst, der außerdem die Bilder direkt ins Netz stellt. Mehrere Schulen und ein Hegering (die Gemeinschaft der Jäger einer Gemeinde) wollen in Zukunft ihre Nistkästen mit der hier vorgestellten Technik ausstatten.

Vorbereitungen für die Konzeption eines Bausatzes für den autarken Betrieb, etwa in Schulgärten oder mitten im Wald, sind schon in Arbeit. In zwei Zyklen erproben die Teilnehmer den Prototyp bis Ende Dezember 2017 in diversen Aufbauten. Klappt alles wie geplant, gehen die Geräte in der Brutperiode im Frühjahr 2018 in die freie Wildbahn. Die Ergebnisse des Projektes fließen zudem ins "RaspiLab" ein, die Raspberry-Pi-Workshops für Lehrer und Schüler an der Hochschule Niederrhein [1].

Die Heinz-Sielmann-Stiftung unterstützt das Vorhaben. Das veranlasste möglicherweise eine überregionale Tageszeitung dazu, unter dem Titel "Auf den Spuren von Heinz Sielmann" über das Projekt zu berichten. Dabei hatten die Studenten der Wirtschaftsinformatik ursprünglich eher Themen wie das Internet der Dinge und Industrie 4.0 vor Augen, als sie die Komponenten für den Internet-Nistkasten entwickelten.

[...]

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