Raspberry-Pi-Programme per Crosscompiling auf dem PC bauen

© zhudifeng, 123RF

Kreuzweise

Der Raspberry Pi ist ein sehr erfolgreicher Rechner für Bastler und interessante Projekte. Was dem Kleinen jedoch nach wie vor fehlt, sind Rechenleistung und Speicher. Besonders Entwickler wünschen sich etwas mehr Leistung zum zügigen Kompilieren von Programmen. Mit Crosscompiling bauen Sie RasPi-Programme ohne große Wartezeiten am PC und führen diese dann auf dem Raspberry Pi aus.

Der Raspberry Pi gibt bekanntlich einen prima Bastelcomputer ab. Nur in wenigen Disziplinen bremst der RasPi die oft hochfliegenden Vorhaben aus: In Sachen Rechenleistung gibt es im Alltag zwar kaum mehr etwas an seiner CPU auszusetzen, wer jedoch rechenintensive Projekte im Kopf hat oder spezielle Software für das RasPi-System übersetzen möchte, der braucht Geduld.

Geschickt wäre es nun, langwierige Rechenaufgaben wie das Kompilieren von Software auf einen leistungsfähigen Computer auszulagern. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn Sie an der Software noch entwickeln und den Build-Prozess immer wieder neu anstoßen müssen. Dabei gilt es jedoch, die unterschiedlichen Rechnerarchitekturen zu überwinden: Im Inneren des Raspberry Pi arbeitet eine ARM-CPU, das Herz klassischer PCs stammt hingegen aus der x86-Familie. Per Crosscompiling gelingt der Spagat zwischen den zwei Welten.

Skriptsprachen und Bytecode

Das ist jedoch nicht bei jedem Programm beziehungsweise bei jeder Programmiersprache sinnvoll. Skriptsprachen wie Perl, Python, Ruby, PHP oder Shellskripte interpretiert das System während der Laufzeit. Solche Programme können Sie direkt auf den RasPi kopieren und dort ausführen. Wenig Probleme machen auch mit Java programmierte Anwendungen. Ein in den maschinenunabhängigen Bytecode übersetztes Java-Programm lässt sich auf jeder Architektur ausführen – es braucht dafür nur die richtige Java-Laufzeitumgebung.

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Neuigkeiten

  • Neues auf der Heft-DVD

    Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial eines Mini-PC. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur die neusten Distributionen für den RasPi und Co., sondern gleichzeitig auch die passenden Programme zu den Artikeln.

  • Immer der Reihe nach

    Mittels SPI binden Sie schnell weitere Komponenten an einen ESP8266. Vorteile beim Verkabeln gehen aber unter Umständen durch komplexe Programmierung verloren.

  • Wetterfühler

    Empfindliche Pflanzen brauchen die passende Pflege. Mithilfe eines entsprechenden Sensors werten Sie die jeweiligen Parameter auf dem Raspberry Pi aus.

  • Angefasst

    Es gibt zahlreiche RasPi-Anwender, die suchen einen Raspberry Pi mit Display in einem kompakten Gehäuse. Die Display T. Box richtet sich genau an diesen Kundenkreis. Die überarbeitete Version bietet nun einen besseren Touchscreen und ein schnelleres Herz.

  • Learning by Doing

    Kano möchte für Grundschulkinder mehr sein als nur ein reiner Lerncomputer. Das RasPi-basierte System setzt auf ein innovatives, ganzheitliches Konzept.

  • Aufgegabelt

    Führende Owncloud-Entwickler, darunter der Gründer Frank Karlitschek, überwarfen sich mit dem Kurs des Projekts und haben mit Nextcloud einen Fork gestartet. Der soll ein besseres Gleichgewicht zwischen Unternehmen, Kunden und Nutzern herstellen.

  • Datenwerkstatt

    Mit dem kompakten grafischen Werkzeug SQLiteStudio erledigen Sie unkompliziert und schnell alle Alltagsaufgaben rund um SQLite-Datenbanken.

  • Drucken auf Kommando

    Ein Raspberry Pi eignet sich bestens als Druckserver für kleine Netze, zumal sich der Server-Dienst Cups auch abseits von Web- und GUI-Oberflächen via Terminal verwalten lässt.

  • Sicher ist sicher

    Eine gute Datensicherung bewahrt nicht nur bei Festplattenausfall vor Ärger, sondern hilft auch bei Virenbefall und Erpressungstrojanern. Der RasPi eignet sich perfekt als Backup-Server im Hintergrund.

  • Immer schön der Reihe nach

    Bei der Arbeit mit strukturierten Textdateien bietet Miller eine clevere Alternative zu herkömmlichen Werkzeugen wie Grep, Cut, Sed und anderen.