Bei komplexen Problemen stößt ein einzelner Computer oft an seine Leistungsgrenze. Ein Rechnerverbund ist dann das Mittel der Wahl – der RasPi eignet sich hervorragend zum Aufbau eines persönlichen Test-Clusters.
Der Raspberry Pi ist nicht unbedingt ein für den Clusterbetrieb optimierter Hochleistungsrechner. Dementsprechend fragt sich, warum man dann überhaupt einen RasPi-Cluster aufbauen sollte? Ein eigener Cluster bringt nicht nur für den motivierten Enthusiasten viele spannende Vorteile mit. Obendrein ist er eine tolle Umgebung, um sich mit den Thema Container (Docker) und Parallelverarbeitung auseinanderzusetzen.
Wer etwas professioneller unterwegs ist, stellt schnell fest, dass Container aus einer modernen IT-Landschaft nicht mehr wegzudenken sind. Für die Ausbildung und berufliche Weiterentwicklung sind Containerumgebungen mittlerweile essentiell. Im eigenen Home Lab lassen sich Versuche vornehmen, die in einem produktiven System undenkbar sind. Viele große Firmen wie Google, AWS und viele mehr setzen Kubernetes zum Betrieb ihrer Systeme ein.
Was ist ein Cluster?
Hinter einem Cluster verbirgt sich ein Verbund von Einzelrechnern, deren CPU-Leistung gebündelt ist. Die größten bekannten Supercomputer sind alle Cluster. Zu den Beispielen zählen Frontier [1], Aurora [2] oder JUPITER [3]. Neben der enormen Rechenpower versprechen Cluster in Verbindung mit Containerumgebungen weitere wichtige Vorteile. Die Anwendung ist nicht mehr abhängig von der Hardware, auf der sie läuft. In weiten Grenzen gilt das auch für das Betriebssystem. Clusterlösungen lassen sich zudem mehrfach redundant aufbauen, was eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet. Schließlich ergibt sich durch besseres Ausnutzen der Hardware je nach Anwendungsfall auch finanziell Einsparungspotential...
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