Aus Raspberry Pi Geek 01/2026

Go-Programm informiert über WLAN-Router in der Nachbarschaft

© teerapolp24 / 123RF.com

WLAN-Detektiv

Mike Schilli

Mike Schilli wohnt hoch über San Francisco und ist von Natur aus neugierig. Deswegen schreibt er ein Go-Programm für den Pi Zero, das neu auftauchende WLAN-Router erkennt und per SMS meldet.

Wer sich am Rechner mit dem WLAN verbinden möchte, sieht in der Auswahlliste auch die Kennungen umliegender Wohnungen und Häuser. Die gewählten Namen offenbaren oft interessante Fakten. Haben die Nachbarn Humor und schon wieder einen neuen Router? Um auf dem Laufenden zu bleiben, soll ein Scanner alle fünf Minuten die Namen aller erreichbaren WLAN-Access-Points einholen, mit einem Zeitstempel in einer SQLite-Datenbank speichern und bei Änderungen eine Text-Nachricht aufs Handy schicken (Abbildung 1).

Abbildung 1: Vom Cronjob neu gefundene SSIDs kommen per SMS herein.

Abbildung 1: Vom Cronjob neu gefundene SSIDs kommen per SMS herein.

Das fertige Binary der Sourcen dieser Ausgabe heißt wifiscan, weil man in meiner Wahlheimat Kalifornien Wi-Fi zum WLAN sagt. Ein weiterer lustiger Unterschied zwischen den beiden Kulturen ist übrigens die Aussprache des Wortes Router. In Deutschland sagt man “Ruter”, was wohl der Nähe zur englischen Insel geschuldet ist. In den USA wäre das eine buchstäblich anrüchige Anspielung auf die Firma Roto-Rooter, die verstopfte Abflüsse reinigt. Den Router, der das WLAN aufbaut, spricht der US-Amerikaner als “Rauter” aus.

Minimale Hardware

Als Hardwareplattform für den Scanner bietet sich ein Raspberry Pi an. Das kompilierte Go-Binary sucht später lediglich eine WLAN-Schnittstelle und begnügt sich beim Scan mit einer langsamen CPU und wenig Hauptspeicher. Ein RasPi Zero 2W mit 1 GByte RAM, der um die 20 Euro kostet, genügt also. Ein Plastikgehäuse für ein paar Euro schützt gegen Staub, ein Netzteil mit USB-C-Anschluss liefert die benötigten 2 Watt, und eine SD-Karte mit mindestens 8 GByte Kapazität dient als Massens...

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