Täglich landen Unmengen von PET-Flaschen auf dem Müll. Dabei ist PET eine wertvolle Ressource, die sich leicht zu 3D-Drucker-Filament verarbeiten lässt.
Die Grundidee des PET-Recyclings ist schnell erklärt: Eine PET-Flasche wird in Streifen mit einer Breite von 7,5 Millimetern geschnitten. Anschließend werden die Streifen durch ein 210 Grad Celsius heißes Hotend mit einer Düse gepresset, deren Durchmesser 1,75 Millimeter beträgt. Auf eine Trommel gewickelt eignet sich das so entstandene Filament zum Verdrucken in jedem handelsüblichen 3D-Drucker.
Hierbei gilt es, auf viele Kleinigkeiten zu achten, wie der Kasten “Stolperfallen” beschreibt. Deswegen ergibt es Sinn, auf ein bestehendes Projekt aufzusetzen. An diesem Punkt kommt das Recreator-Projekt [1] ins Spiel. Es stellt Anleitungen zum Bau eigener PET-Recycler (Abbildung 1) zur Verfügung. Zum Teil kommen dabei auch Komponenten aus alten 3D-Druckern zum Einsatz. Alle zusätzlich benötigten Teile lassen sich mit 3D-Druckern herstellen. Das erlaubt es, einen Recycler relativ preisgünstig und umweltschonend aufzubauen.
Stolperfallen
Beim Aufbau des Recreators müssen Sie einige Punkte beachten. Die Maßgenauigkeit von 3D-gedruckten Teilen fällt nicht immer zu 100 Prozent exakt aus. Deswegen müssen Sie die Teile vor dem Zusammenbau prüfen und gegebenenfalls nacharbeiten. Kleine Abweichungen verursachen mitunter große Auswirkungen – im schlimmsten Fall brechen die 3D-Teile bei der Montage.
Durch das Wiederverwenden alter 3D-Drucker-Komponenten verlangt die Kabelführung nach etwas Kreativität, damit zum Schluss alles ordentlich und sicher sitzt. Die Montage der PET-Zerkleinerungseinheit erwies sich schwieriger als gedacht. Um gleichmäßige Streifen zu erhalten, mü...
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