Aus Raspberry Pi Geek 01/2025

Virtualisierung auf dem Raspberry Pi mit Proxmox-Port (Seite 3)

Abbildung 6: Der Browser der virtuellen Maschine läuft im Webbrowser des Wirtssystems.

Abbildung 6: Der Browser der virtuellen Maschine läuft im Webbrowser des Wirtssystems.

Neben Debian packten wir im Test auch noch Ubuntu und OpenSuse auf den Cluster. Ersteres machte zwar keine Probleme, hat aber einen erheblichen Umfang, und die Installation lädt noch einmal genauso viele Daten herunter. Der OpenSuse-Installer verweigerte zunächst seinen Dienst, öffnete aber zum Glück eine Reihe von Konsolen. Ein manueller Abbruch des Installers mit kill und ein anschließender Neustart von YaST führten dann aber zu einem vollständig installierten System.

Fazit

Proxmox-Port funktionierte während des gesamten Tests ohne Probleme – wir ziehen den Hut sowohl vor Proxmox als auch dem Entwickler, der das System portiert hat. Es verwundert nicht, dass Proxmox in der PC-Welt immer mehr Freunde und auch zahlende Kunden gewinnt. Der eingesetzte RasPi 5 kam trotz diverser Container und VMs nie an seine Grenzen, was aber auch von der Art der Nutzung abhängt. Unbenutzte Container beziehungsweise VMs belasten den Host kaum.

Wer eher in einer GUI-Umgebung unterwegs ist und hin und wieder ein Spielsystem braucht, der fährt mit einem echten Testrechner besser. Proxmox VE orientiert sich eindeutig am Betrieb in Rechenzentren und eignet sich nicht für jeden Heimanwender. Nutzen Sie im heimischen Netz aber viele Dienste, sollten Sie auf alle Fälle einen Blick auf die Virtualisierungslösung werfen, statt ein Sammelsurium physikalischer Systeme zu verwenden. Proxmox VE beziehungsweise Pveport machen das Erstellen und Verwalten vieler Systeme deutlich einfacher.

Die dritte Zielgruppe sind Admins, die beruflich mit virtualisierten Systemen arbeiten. Die angepeilten Targets werden zwar selten auf einem RasPi 5 laufen, aber so günstig wie mit ein paar SBCs kommt man an keine Test- und Entwicklungsumgebung, die alle Funktionen einer großen Lösung abdeckt. (tle/jlu)

Der Autor

Bernhard Bablok genießt seinen Ruhestand mit Musikhören, Spaziergängen und Radtouren. Daneben beschäftigt er sich mit Themen rund um Linux, Programmierung und Kleinrechnern. Sie erreichen ihn unter mailto:[email protected].

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