Den Raspberry Pi 3 im 64-Bit-Modus betreiben

© Scanrail, 123RF

Double Action

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Auf dem Raspberry Pi 3 läuft normalerweise ein 32-Bit-Linux – und das, obwohl er eine waschechte 64-Bit-CPU besitzt. Mit etwas Mühe lässt sich die angezogene Handbremse aber durchaus lösen.

Als die Raspberry Pi Foundation Ende Februar 2016 das Modell 3 ihres so erfolgreichen Mini-Computers vorstellte, war die Freude groß: Der neue RasPi brachte eine schnelle 64-Bit-ARMv8-CPU mit, ein Wechsel von 32- auf 64-Bit-Betriebssysteme und entsprechende Anwendungen schien eingeleitet. Doch weit gefehlt: Zur großen Überraschung der meisten Fans und Entwickler reizt die neue 64-Bit-Hardware ihre Möglichkeiten überhaupt nicht aus und arbeitet rein 32-bittig (siehe Kasten "Die CPU des Raspberry Pi 3").

Die Zurückhaltung geht so weit, dass ein Raspberry Pi 3 im vorgesehenen 32-Bit-Modus vorgibt, auf der ARMv7-Architektur zu basieren, obwohl auf ihm ein ARMv8 sitzt (Abbildung 1): Egal ob in den Bootmeldungen oder in der Ausgabe von cat /proc/cpuinfo, Kernel und Betriebssystem geben sich als Teil der BCM2709-Familie aus. Tatsächlich gehören sie jedoch zum BCM2710-Ökosystem.

Mit etwas Abstand betrachtet, ergibt die auf den ersten Blick ein wenig überraschende technologische Verzagtheit der Raspberry Pi Foundation allerdings durchaus einen Sinn:

[...]

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