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Aus Raspberry Pi Geek 06/2018

I<+>2<+>C-Workshop, Teil 19: MSP430F5529 als I<+>2<+>C-Master (Seite 2)

Abbildung 3: Über die Ausgabe des »Seriellen Monitors« sehen Sie, welche Daten das Programm liefert.

Abbildung 3: Über die Ausgabe des »Seriellen Monitors« sehen Sie, welche Daten das Programm liefert.

Das Testprogramm selbst ist schnell erklärt: Die Bibliothek Wire stellt alle Funktionen bereit, um auf den I2C-Bus zuzugreifen. Die Funktion setup() initialisiert mit Wire.begin() die I2C-Schnittstelle. Geben Sie Wire.begin() einen Wert mit, dann startet das I2C-Interface im Slave-Modus. Der mitgegebene Wert definiert dabei die Adresse am I2C-Bus.

Die Funktion Serial.begin(9600) initialisiert die serielle Schnittstelle des Mikrocontrollers mit 9600 Baud. Über dieses Interface fragen Sie bei Bedarf Debug-Informationen des laufenden Programms ab. Die Funktion loop() baut eine Verbindung zum I2C-Gerät an der Adresse 0x48 auf. Dort fordert sie den Inhalt des Registers 0x00 an. Darin befindet sich der aktuelle Wert für die Temperatur, den die Funktion auf die serielle Schnittstelle herausschreibt. Dann wartet sie eine Sekunde und liest das Register erneut aus.

Als wichtiges Hilfsmittel sollten Sie beim Test auf jeden Fall Kältespray [7] zur Hand haben: Damit kühlen Sie den LM75 schnell herunter, um zu sehen, ob der Aufbau richtig funktioniert. Das Programm ist nur für positive Temperaturen ausgelegt. Wenn Sie zusätzlich negative Temperaturen messen möchten, müssen Sie die Werte im Register 0x00 des LM75 entsprechend interpretieren.

Fazit

Bei Projekten rund um den I2C-Bus ist der Raspberry Pi für das Prototyping und die Fehlersuche kaum zu schlagen. Die I2C-Tools bieten hierbei einen unschätzbaren Wert. Sobald ein Projekt aber den Prototyping-Status verlässt, lohnt es sich, einen günstigen Mikrocontroller für die Aufgabe in Betracht zu ziehen. Der MSP430 von Texas Instruments steht hier beispielhaft für diese Klasse von Hardware, so gut wie jeder moderne Mikrocontroller beherrscht I2C.

Möglicherweise genügt für Ihr nächstes Projekt ein MSP430, und Sie brauchen gar keinen RasPi dafür. Mikrocontroller weisen Einplatinen-Computern gegenüber einige nicht zu unterschätzende Vorteile auf: So sind sie etwa echtzeitfähig, bringen viele I/O-Möglichkeiten mit (oft zusätzlich analog), haben einen sehr geringen Stromverbrauch und – last but not least – kosten deutlich weniger. 

Der Autor

Martin Mohr entwickelte schon in früher Jugend eine Vorliebe für alles, was blinkt. Nach einer Ausbildung zum Elektroniker und einem Informatikstudium programmierte er überwiegend Java-Applikationen. Mit dem RasPi erwachte die alte Liebe zur Elektronik wieder.

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