I2C-Workshop (Teil 25): A/D-Wandler MCP3424

Messung

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, einfach etwas an den Potis zu spielen. Dabei stellen Sie fest, dass sich die Kanäle 1 bis 3 so verhalten, wie Sie es von anderen A/D-Wandlern her kennen: Hier liegen die Minuseingänge der Kanäle auf Masse. Der Kanal 4 dient als Differenzeingang. Auf diese Weise lassen sich sowohl positive wie negative Messwerte erzeugen.

Es ist möglich, eine Spannung zu messen, die keinen Bezug zur Masse des Wandlers hat. Schließen Sie einfach eine 1,5-Volt-Batterie an die Eingänge von Kanal 4. Der MCP3424 misst die Spannung einwandfrei, positiv wie negativ. Bei den Werten, die das System anzeigt, handelt es sich um die tatsächlich anliegende Spannung; auf ein Umrechnen wie bei den meisten anderen A/D-Wandlern können Sie verzichten. Das funktioniert, weil der Hersteller die interne Referenzspannung des Wandlers genau auf seine Auflösung angepasst hat.

Die Eingänge haben einen Messbereich von rund +2 Volt bis -2 Volt. Sie dürfen mit den Potis allerdings eine Spannung bis zu 3,3 Volt an die Eingänge des Wandlers legen. Das bedeutet, dass der Wandler beim letzten Winkelgrad des Potis immer den Maximalwert anzeigt – das ist kein Fehler.

Fazit

Der Autor gesteht, dass er früher der Meinung war, es gäbe durchaus schon genug A/D-Wandler auf der Welt – das hat sich durch die nähere Bekanntschaft mit dem MCP3424 grundlegend geändert. Um es kurz zu fassen: Der MCP3424 ist ein echt cooles Teil, und er lässt sich völlig problemlos für viele Schaltungen einsetzen.

Während der Tests trat kein einziges Mal so etwas wie Kanalübersprechen auf; weder ein thermisches Weglaufen der Messwerte noch Messschwankungen ließen sich feststellen. Alles in allem verhält sich der MCP3424 exakt so, wie es sich der Bastler wünscht. Die Idee, die Referenzspannung so anzupassen, dass man nichts mehr umzurechnen braucht, ist genial – und das alles bei einem Preis von lediglich 4 Euro. 

Der Autor

Martin Mohrs früh entwickelte Vorliebe für alles, was blinkt, wurde durch eine Ausbildung zum Elektroniker noch verstärkt. Nach einem Informatikstudium beschäftigte er sich überwiegend mit dem Entwickeln von Java-Applikationen. Mit dem Raspberry Pi erwachte die alte Liebe zur Elektronik wieder.

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