Orange Pi: RasPi-Konkurrent aus China im Doppelpack

© Sebastian Duda, 123RF

Exotische Früchte

Der aus China stammende Orange Pi positioniert sich mit einem guten Preis und interessanten Features gegen die RasPi-Truppe. Kann er sich auch behaupten?

Xunlong [1], die Firma hinter den Orangen, startete als Plagiator eines Plagiators: Das erste Modell glich dem Banana Pi fast wie ein Ei dem anderen, und nach dem Motto wenn schon, denn schon kopierte das Unternehmen kurzerhand auch noch die Webseite der Konkurrenz. Inzwischen bietet Xunlong eine umfangreiche, aber wegen der unsystematischen Namensgebung verwirrende Modellpalette an.

Allerdings gibt es bislang keinen offiziellen Importeur der Kleinrechner in Deutschland. Es bleibt also nur die direkte Bestellung in China mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Insbesondere bei den billigeren Boards bleibt man unter der Bagatellgrenze des Zolls und spart sich somit sowohl den Einfuhrzoll als auch die Umsatzsteuer. Dafür trägt man auch das volle Risiko des Transports, und im Falle eines Defekts gibt es keinen Händler, der die Gewährleistung übernimmt.

Wir bestellten trotzdem zwei Exemplare über Ebay: einen Orange Pi One Plus [2] und einen Orange Pi R1 [3]. Egal, von welchem Hersteller ein Board stammt: Ohne Unterstützung von Armbian [4] raten wir vom Kauf ab, da die Hersteller oft nur angepasste Distributionen mit Spezial-Kerneln anbieten. Der längerfristige Support bessert sich inzwischen zwar, aber mit einem Mainline-Kernel, wie ihn Armbian bietet, fährt man langfristig besser. Die Installation verläuft ähnlich einfach wie bei Raspbian Lite (siehe Kasten "Armbian installieren").

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Neuigkeiten

  • Grußbotschaften

    Mit Sonic Pi zaubern Sie komplexe Sounds, die Sie bei Bedarf sogar noch während des Abspielens modifizieren.

  • Das Runde und das Eckige

    Mit dem MCP4725 ergänzen Sie einen RasPi um einem D/A-Wandler, der bei Bedarf noch weitere Funktionen erfüllt.

  • Alles unter Kontrolle

    Schon ein einfaches Mikrocontrollerboard wie das CY8CKIT-049-42xx bietet erstaunlich viele Möglichkeiten beim Ansteuern von Hardware.

  • Viele Kerne

    Das Spresense Development Board von Sony lässt sich mit der Arduino IDE programmieren und bringt auch ein eigenes Entwickler-SDK mit.

  • Exotische Früchte

    Der aus China stammende Orange Pi positioniert sich mit einem guten Preis und interessanten Features gegen die RasPi-Truppe. Kann er sich auch behaupten?

  • Flexibler Surfer

    Mit dem neuen RasPi 4 setzen Sie einen öffentlichen Webkiosk schnell und kostengünstig auf.

  • Auskunftsfreudig

    Viele Devices, so auch der E.ON-Aura-Controller, verwenden eine Schnittstelle namens REST, um Zustandsdaten zu übermitteln. Mit ein wenig Bastelei lesen Sie diese auch über Ihr Smartphone aus.

  • Doppelt gemessen

    Mit wenig Aufwand und einem Pi Zero realisieren Sie einen mobilen Zweikanal-Spannungsprüfer.

  • Elegant zusammengeführt

    Tizonia streamt Musik von Online-Quellen und lokalen Sammlungen. Die schlanke Architektur macht den Player zur guten Wahl für den Einsatz auf dem RasPi.

  • Kommunikativ

    Nicht jeder traut sich zu, sein eigenes Smartphone zu bauen. Allerdings kann jeder Linux-Nutzer den Raspberry Pi im Handumdrehen zu einem VoIP-Telefon aufrüsten.