Mit Kodi 18.0 und LibreELEC 9.0 Netflix und Co. streamen

© Przemyslaw Koch, 123RF

Popcorn-Kino

Mit Kodi 18.0 unterstützt LibreELEC 9.0 jetzt die von vielen Streaming-Diensten genutzte DRM-Verschlüsselung. Die Integration von Netflix, Amazon und Co. erfordert allerdings Handarbeit.

Eine der häufigsten Aufgaben für den Raspberry Pi stellt nach wie vor der Einsatz als Mediacenter dar. Der RasPi macht in Kombination mit der Mediacenter-Software Kodi jede "dumme" Glotze zum Smart-TV. Auf dem lassen sich dann Inhalte von lokal angeschlossenen Datenträgern, aus dem Intranet oder per Streaming aus dem großen weiten Netz abspielen. Solche Funktionen beherrschen zwar inzwischen selbst die einfachsten modernen Fernseher, doch mit entsprechenden Hardware-Upgrades und erweiterter Konfiguration nimmt der Mediacenter-RasPi außerdem Fernsehsendungen auf oder streamt sie ins Netzwerk, sodass Sie auch am PC oder Smartphone fernsehen können.

Als Basis vieler Mediacenter-RasPis dient die Kodi-Distribution LibreELEC. Das für den Raspberry Pi und auch andere SBCs sowie für den PC verfügbare Betriebssystem setzt unter der Haube auf ein "just enough operating system", also auf ein auf das Nötigste abgespecktes Linux. Kurz nach der Freigabe von Kodi 18.0, von den Entwicklern "Leia" getauft, präsentiert auch das LibreELEC-Projekt mit der Version 9.0.0 die neueste Auflage seiner Distribution. Wir sehen uns im Folgenden an, was sich bei beiden Projekten getan hat.

Neues bei Kodi 18.0

Mit Kodi 18.0 "Leia" liefert das Mediacenter-Projekt das erste Major-Release seit Februar 2017 ab [1]. Das 36-köpfige Entwicklerteam spricht von annähernd 10 000 Commits mit einer Million neuer und ähnlich vielen eingesparten Code-Zeilen. Im Zug dieser Arbeiten bekam das Mediacenter ganz neue Funktionen spendiert: So lassen sich nun klassische Video-Games direkt über Kodi starten und zocken. Kodi selbst führt die Spiele allerdings nicht aus: Sie als Nutzer müssen dazu selbst die Emulatoren, Games und ROMs bereitstellen.

[...]

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