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Alternative Stromversorgung Pimoroni Wide-Input Shim, Embedded-RasPi-Variante Compute Module CM3+, Mini-Lautsprecher Buzzer für Info- und Warntöne, Kabel-TV-Tuner X Box One Digital TV Tuner.

Stromversorger

Der Wide-Input Shim von Pimoroni eröffnet neue Möglichkeiten der Stromversorgung.

Normalerweise erhält der RasPi seinen Strom über den Micro-USB-Anschluss an der Seite der Platine. Das passt nicht immer zum Gesamtprojekt. Doch manchmal stört das Kabel oder die Umgebung schließt den Einsatz eines Standard-USB-Netzteils aus. Doch der Mini-PC lässt sich auch über Pin2 mit 5 Volt versorgen. Dabei umgehen Sie jedoch alle eingebauten Sicherheitsmechanismen. Diese Zuleitung über den Pin nutzt der Wide-Input Shim von Pimoroni. An dessen Eingang über die Hohlbuchse darf die Spannung zwischen 3 und 16 V liegen.

Die Platine stellt bei einer Eingangsspannung zwischen 5 V und 16 V maximal 2 A bereit – weniger als der theoretische Maximalbedarf des RasPi von 2,4 A. Unterhalb von 5 V fällt die maximale Stromstärke über 1,5 A bei 4 V bis zu 1 A bei 3 V. Die Hohlbuchse hat den eher unüblichen Durchmesser von 3,5 mm, folgerichtig liegt ein Adapter auf das weiter verbreitete 5,5-mm-Format bei. Ein Kabel mit verzinnten Enden gibt es als Dreingabe. Die gleichzeitige Versorgung des Pi über Hohlbuchse und Micro-USB ist nicht sinnvoll und bei einem Pi Zero auch potenziell gefährlich, da der keinen Schutz gegen Rückspeisung bietet.

Für die Montage löten Sie den Shim entweder direkt auf den GPIO-Header, oder Sie verwenden die mitgelieferte Buchse, was auch einen Wechsel des Bauteils zwischen mehreren RasPis gestattet. Sie verlieren dann aber die wichtigen oberen Pins. Als Alternative bieten sich Buchsen mit extralangen Pins an. Bei der Recherche ließ sich aber keine Version mit 2 mal 6 Pins finden, die Variante mit 1 mal 6 Pins gibt es bei den üblichen Anbietern. Zwei davon, miteinander verklebt und mit dem Shim verlötet, führt zu einem mobilen Shim, der trotzdem keine Pins blockiert.

Ein Zusatzfunktion ist der Anschluss für GND, VCC und einen Enable-Pin (im Bild im Vordergrund zu sehen). Der VCC-Pin bietet sich als Alternative zur Hohlbuchse an, um den Strom anzuschließen. Verbinden Sie den Enable-Pin mit GND, schaltet die Platine den Strom ab. Am VCC liegt dieselbe Spannung an, die über das Netzteil fließt. Wollen Sie darüber weitere Bauteile versorgen, müssen Sie Sicherheitsvorkehrungen einbauen.

Das Umwandeln der Eingangsspannung auf die 5 V, die der RasPi benötigt, erfolgt im gemessenen Bereich von 3 bis 12 V sehr genau und selbst unter Last stabil. Ebenso primärseitig lässt sich mit haushaltsüblichen Messgeräten kein Unterschied in der Leistungsaufnahme zu herkömmlichen USB-Netzteilen mit 5 V feststellen. Insgesamt ist die Platine eine willkommene Ergänzung und erweitert das Einsatzgebiet eines RasPis unter anderem auf Fahrzeuge, die keine 220 Volt Spannung bereitstellen.

[...]

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