Quellcode managen mit Git und dem Raspberry Pi

© Piotr Trojanowski, 123RF

Git à la RasPi

Mit wenigen Handgriffen zum Git-Hoster: Die dezentrale Arbeitsweise von Git erleichtert in Kombination mit der Netzwerkfähigkeit des RasPi das Verwalten von Quellcode.

Als Leser dieser Zeitschrift gehören Sie zu den Menschen, die einen Rechner nicht nur zum Spielen nutzen. Vielleicht gehören Programmieren, das Erstellen von Internet-Seiten oder Texten zu Ihrem Tätigkeitsfeld. Dabei ist es sinnvoll, einen erreichten Stand zu sichern und anschließend weiterzuarbeiten. Manchmal hilft auch ein Blick in eine vorherige Version eines Codes oder Dokuments weiter. Das Versionsverwaltungsprogramm Git unterstützt Sie mit einfacher Bedienung und großem Funktionsumfang dabei, ein Git-Server vervollständigt dieses Umfeld.

Server-Zeit

Es gibt etliche Git-Hoster, zu den bekanntesten Vertretern der Szene zählen Github, Sourceforge und Gitlab. Viele ermöglichen das Anlegen eigener Repos, die Kurzform von Repository. Ein eigenes Repo kostet manchmal Geld, gelegentlich gibt es projektbezogene Einschränkungen, und möglicherweise bekommt der Hoster früher oder später sogar einen neuen Eigentümer.

Ein eigener Git-Server schafft hier Unabhängigkeit und eignet sich gut zum Sammeln von Erfahrungen. Der Raspberry Pi bietet sich als guter Server-Kandidat an: Dank seiner Netzwerkfähigkeit und des in Raspbian integrierten OpenSSH-Servers (im Folgenden als SSH-Server bezeichnet) mutiert er mit wenigen Handgriffen zu einem SSH-basierten Git-Server. Die oft bemängelte relativ geringe Bandbreite in Bezug auf Massenspeicherzugriffe spielt bei kleineren Projekten nur eine untergeordnete Rolle.

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