Fernsehen mit dem Raspberry Pi DVB TV µHAT

© Ali Ender Birer, 123RF

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Der DVB TV µHAT rüstet den Raspberry Pi mit einem DVB-T/T2-Tuner auf. Die deutsche TV-Landschaft schränkt dessen Möglichkeiten allerdings ein.

Neben den diversen RasPi-Modellen führt die Raspberry Pi Foundation eine Reihe von Aufsätzen im Programm, sogenannte HATs. Zu den bekanntesten HATs gehören die Kameramodule oder das Sense HAT, das über verschiedene Sensoren und ein Punktmatrix-Display verfügt. Als eine der letzten Neuerungen präsentierte die Foundation Ende 2018 einen TV-Adapter mit einem Empfänger für DVB-T2. Die Platine (Abbildung 1) ist der erste HAT, der die neue µHAT-Spezifikation für Half-Size-Boards erfüllt (siehe Kasten "µHAT-Spezifikationen").

Der verbaute Empfänger verspricht DVB-T/T2-Empfang – Ersteres stirbt in Deutschland mit dem Ausbau des T2-Standards langsam aus. Allerdings handelt es sich um einen reinen Empfänger (Tuner), einen Decoder für den Inhalt des Datenstroms gibt es nicht. Das zieht entscheidende Konsequenzen für das Zusammenspiel mit einem Raspberry Pi nach sich. In Großbritannien, wo die Foundation sitzt, gibt es DVB-T2 schon länger. Dort werden die Übertragungen H.264-enkodiert (MP4), sodass die Wiedergabe auf einem Raspberry Pi dank hardwaregestütztem Dekodieren kein Problem darstellt.

Die Sender in Deutschland verwenden allerdings H.265 alias HECV, und das überfordert in der gängigen Auflösung fast jeden auf dem Markt befindlichen SBC: Der Codec muss mit Software umgesetzt werden. Die Kernfrage lautet deshalb: Lohnt sich die Investition in den TV HAT für deutsche Raspberry-Nutzer überhaupt? Und wie lässt sich das Fernsehbild nicht nur empfangen und aufzeichnen, sondern auch tatsächlich wiedergeben? Diesen beiden Fragen widmen wir uns in der zweiten Hälfte dieses Beitrags, zuerst aber geht es in den nächsten Abschnitten um die Installation und Konfiguration.

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