Den Raspberry Pi als Tonstudio nutzen

Fazit

Der RasPi lässt sich mit einigen einfachen Maßnahmen zu einem brauchbaren kleinen Musikcomputer verwandeln. In Anbetracht der Tatsache, dass sich schon mit dem Raspbian von der Stange und ein paar simplen Anpassungen in den Konfigurationsdateien ein akzeptables Ergebnis erzielen lässt, muss jeder selbst entscheiden, ob der kleine Vorsprung, den ein selbst gebauter Kernel womöglich zusätzlich bringt, den Aufwand rechtfertigt. 

Der Autor

Hartmut Noack arbeitet in Celle und Hannover als Dozent, Autor und Musiker. Auf seinem Webserver unter http://lapoc.de können Sie einige CC-lizenzierte klingende Ergebnisse seiner Arbeit mit freier Musiksoftware herunterladen.

Glossar

DAW

Digital Audio Workstation. Ein computergestütztes System für Tonaufnahme, Musikproduktion, Abmischen und Mastering.

Xruns

Das X sieht wie ein Kreuz aus und steht hier für Crossover. Bei einem Xrun handelt es sich um eine Mischung aus Pufferüberlauf und Leerlauf. Jack garantiert Anwendungen, dass er alle gesendeten Audiodaten in einem fest zugesicherten Zeitraum an die Soundkarte oder ein weiterverarbeitendes Programm sendet.

Convolver

Ein Konvolutionsalgorithmus "faltet" zwei Datenmuster ineinander. Im Musikbereich faltet man meist ein Sample, das die Impulsantwort (IR file) eines Raums oder Schallkörpers (Lautsprechermembran, Gitarrenkorpus) repräsentiert, mit einem Tonsignal. Das erweckt sehr realistisch den Eindruck, dass das Signal in diesem Raum oder über einem bestimmten Resonanzkörper erklingt.

RPC

Remote Procedure Call. Protokoll zum Übertragen von Anweisungen an Software, auch über das Netzwerk an entfernte Rechner.

Infos

  1. Tracktion Waveform für den RasPi: https://www.tracktion.com/products/waveform
  2. Planet CCRMA: http://ccrma.stanford.edu/planetccrma/software/
  3. Anleitung für Audiooptimierung von Linuxaudio.org: https://wiki.linuxaudio.org/wiki/raspberrypi
  4. Anleitung zum Overclocking : https://elinux.org/RPiconfig#Overclocking

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