Maker Faire 2018 in Hannover

© Chatri_Attanatwong, 123RF

Bastelstunde

Bei der diesjährigen Maker Faire in Hannover trafen sich über 900 Aussteller und präsentierten teils skurrile, teils fantasievolle Projekte. Mitmachen war ausdrücklich erwünscht.

Maker interessieren sich für Technik und setzen ihre Projekte gern in Eigenregie um. Dabei spielen die wirtschaftlichen Aspekte eher eine Nebenrolle. Es geht vielmehr darum zu verstehen, wie etwas funktioniert, oder es anderen Makern zu vermitteln. Ein weiterer Aspekt ist, selbst etwas zu erschaffen, was es so noch nicht gibt.

Ein Maker ist so etwas wie ein moderner Enthusiast mit Freude am Experimentieren und ein Querdenker. Innerhalb der Szene gibt es darüber hinaus kunstbegeisterte Personen, die in die Kategorie Cosplay und Steampunk fallen. Eins ist allen Strömungen gemein: Der Spaß liegt darin, selbst etwas zu erschaffen.

Viele dieser Maker zog es in diesem Jahr wieder auf die Maker Faire, die zum sechsten Mal in Hannover am 15. und 16. September im Congress Center stattfand. Mehr als 900 Bastler und Enthusiasten zeigten auf ihren Ständen und Flächen interessierten Besuchern ihre Projekte. Diese kommen aus unterschiedlichen Bereichen wie Kunst, Handwerk, Wissenschaft und Technik. [1].

Die Veranstalter der Maker Faire rechnen dieses Jahr mit über 100 000 Besuchern bei den verschiedenen Veranstaltungen. Die Homepage [2] zeigt eine Übersicht der Veranstaltungsorte.

RasPi als 3D-Scanner

Bei FabScanPi handelt es sich um einen auf dem RasPi basierenden 3D-Scanner-Bausatz, der es Einsteigern leicht macht. Auf der Webseite des Projekts [3] finden sich detaillierte Anleitungen und Videos, die diesen beschreiben. Der RasPi übernimmt das Steuern aller Funktionen des Scanners. Das Gehäuse (Abbildung 1) des 3D-Scanners besteht aus gelasertem Sperrholz und macht einen soliden Eindruck.

Abbildung 1: Aufgebauter FabScanPi mit einem Demo-Objekt. (Foto: Markus Moch)

Die Scanner-Software starten Sie über ein leicht zu bedienendes Webinterface. Die Applikation steht auf der Projekt-Homepage als Image für SD-Karten zum Herunterladen bereit, einen kompletten Bausatz mit allen Komponenten erhalten Sie auf der Webseite von Watterott [4] für 185 Euro.

Richtig abheben

Für alle, die hoch hinaus möchten, aber nicht das nötige Kleingeld für eine Weltraumrakete haben, ist Stratoflights genau das Richtige: Das Projekt verwendet Wetterballons, um Objekte bis auf 40 000 Meter Höhe in die Stratosphäre zu befördern.

Die Ballons nehmen bei Bedarf zusätzlich Kameras auf, die atemberaubende Bilder und Filme liefern. Einige Beispiele finden Sie auf der Webseite von Stratoflights [5]. Auf der Maker Faire starteten die Macher einen Ballon mit einem Peilsender und dem Maskottchen der Maker Faire (Abbildung 2). Mit ein wenig Glück umrundet er mehrfach die Erde. Oft kommen die Ballons zum Einsatz, um einzigartige Werbung zu erstellen.

Abbildung 2: Die Nutzlast des Ballons besteht aus dem Maker-Faire-Maskottchen und einem Peilsender. (Foto: Markus Moch)

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