Aktuelle Hardware im Kurztest

Ausgepackt

LED-Shim von Pimoroni vereinfacht das Ansteuern von Lichtelementen, Intelligenter Switch GS608-400PES von Netgear spart Strom, Farbleisten helfen beim Verkabeln via GPIO-Anschlüssen, Handliches Display mit integrierten Buttons

LED-Shim

Wer dem komplexen Ansteuern von LEDs von Hand aus dem Weg gehen möchte, greift zu einem LED-Shim.

 

Der Anschluss und das Steuern von einzelnen LEDs mit dem Pi gehört zu den Fingerübungen von angehenden Elektronikbastlern. Komplizierter sieht die Sache bei vielen LEDs und den farbigen Varianten aus: Die Kontrolle über einzelne GPIOs skaliert da einfach nicht. Ein I2C-Chip in einer entsprechenden Schaltung kontrolliert dagegen viele LEDs und belegt auf Pi-Seite nur wenige Pins.

Ein besonders pfiffiges Modul für diese Aufgabe ist der LED-Shim von Pimoroni [1]. Auf der dünnen Platine, dem Shim, sitzen neben dem Chip noch 28 kleine RGB-LEDs, die Sie einzeln ansteuern dürfen (Abbildung 1).

Das Besondere an der kleinen Platine: Es funktioniert ohne Löten. Richtig eingesetzt (Chip unten, LEDs oben) hält es rein mechanisch Kontakt zu den Pins. Dabei kommen nur die Pins 4 (5 Volt), 6, 20 (GND), 3 (SDA) und 5 (SCL) sowie die I2C-Adresse 0x75 infrage.

Da die Platine so dünn ist und recht straff sitzt, verbiegt sie sich etwas bei der Montage. Zusätzliche Vorsicht ist nötig, da an der äußeren Längsseite sehr feine Drähtchen von oben nach unten über den Rand geführt sind. Das Bauteil ist also nicht für ständige Montage und Demontage geeignet.

Pimoroni stellt den Quellcode einer passenden Python-Bibliothek auf Github bereit [2]. Dort finden Sie zusätzlich die Installationsanleitung. Im einfachsten Fall ist das ein Einzeiler, der aber sehr viele überflüssige Komponenten installiert. Schneller geht es mit dem manuellen Aktivieren von I2C in /boot/config.txt und /etc/modules und der Installation der Bibliothek python-ledshim per Apt-get. Das Python-API ist identisch zum Blinkt!-API – natürlich mit dem Unterschied, dass es 28 statt 6 LEDs unterstützt.

Die LEDs sind sehr klein, aber einzeln gut zu erkennen. Ein Diffusor fehlt, bei Mischfarben sehen Sie also die einzelnen Farbkomponenten. Bei dynamischen Lichteffekten stört das weniger als bei statischen Mustern. Der Stromverbrauch bei voller Beleuchtung hält sich mit maximal 120 mA (alle LEDs weiß bei voller Helligkeit) in Grenzen.

[...]

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