Neue Single-Board-Computer und Open-Source-Router auf der FOSDEM 2018

Turris Omnia

Schon eine Weile am Markt, aber nicht minder beliebt bei den Nutzern ist der Open-Source-Router Turris Omnia [10], dessen Macher ihn ebenfalls auf der FOSDEM ausstellten (Abbildung 5). Das flinke und starke Gerät will vor allem durch seine Erweiterbarkeit und das Webinterface zum Konfigurieren punkten [11]. Auf dem Router läuft eine modifizierte OpenWRT-Version namens Turris OS [12], die besonders unerfahrenen Anwendern die Einrichtung erleichtern möchte. Die Oberfläche erlaubt das schnelle Konfigurieren von DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) und eines OpenVPN-Servers (Abbildung 6).

Abbildung 5: Flotte Hardware flexibel erweiterbar: der Open-Source-Router Turris Omnia (hier als beeindruckender Turm am FOSDEM-Stand der CZ.NIC).
Abbildung 6: Um die Einrichtung des Routers zu erleichtern, enthält der Router eine OpenWRT-Erweiterung namens Turris OS. Per Mausklick aktivieren Benutzer beispielsweise einen OpenVPN-Server.

Unter der Haube werkelt ein 1,6-GHz-Dual-Core-Prozessor (Marvell Armada 385), der auf 2 GByte RAM zugreifen kann. Auf 8 GByte Flash-Speicher bleibt genug freier Platz, um die Router-Software zu erweitern. Im Turris-Repository finden sich unter anderem Pakete für einen DVB-Tuner, den Proxy Squid und LXC-Virtualisierung.

Der Router bietet fünf Gigabit-Anschlüsse für LAN und einen für WAN, zwei USB-3.0-Ports, zwei Mini-PCIe-Slots, einen mSATA-Anschluss und einen SIM-Karten-Slot. Drahtlos kommuniziert das Gerät über sämtliche verfügbare WLAN-Standards im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband.

Sicherheit schreibt das Projekt groß, und so offeriert der Hersteller, die integrierte Firewall (nach dem Registrieren) automatisch mit angepassten Regeln zu versorgen. Dazu beobachtet der Router den eingehenden Verkehr und meldet ungewöhnliche Vorfälle an den Hersteller. Der wertet die Daten aus, aktualisiert gegebenenfalls den Firewall-Regelsatz und schickt ihn als Update ans Gerät zurück. 

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