Neue Single-Board-Computer und Open-Source-Router auf der FOSDEM 2018

Software für die Minis

Während die Raspberry-Pi-Community etliche Images mit verschiedenen Desktops und Betriebssystemen anbietet, scheint sich die Pine-Community im Wesentlichen auf Linux und Android zu konzentrieren, auch wenn das Wiki für den Pine A64 [8] neben etlichen Linux- und Android-Images auch eine Windows-10-IoT-Variante listet. Für den Pine H64 und den RockPro64 stehen noch keine Abbilder zur Verfügung; es dürfte sich aber nur um eine Frage der Zeit handeln.

Wie uns Benjamin Glass vom Pine64-Projekt auf der FOSDEM erzählte, ist die Pine-Community zwar deutlich kleiner als die RasPi-Gemeinde, es gebe aber ausreichend Entwickler, um die Images für Linux und Android aktuell zu halten. Trotzdem freut sich das Projekt über weitere Mitarbeiter. Er berichtet weiterhin, dass bei Anwendern, die das Gerät als Mediaplayer einsetzen, die Android-Images beliebter seien: Hier gebe es von Haus aus besseren Support für die Hardware-Beschleunigung.

Durchsichtiges Pinebook

Den 64-Bit-ARM-basierten Open-Source-Laptop Pinebook gibt es schon eine Weile im Online-Shop [9]. In der 11,6-Zoll-Ausführung kostet das flinke Notebook 89 US-Dollar, mit 14-Zoll-Display schlägt es mit 99 US-Dollar zu Buche. Das Bestellprozedere erfordert allerdings Geduld: Interessenten müssen sich in eine Warteschlange eintragen, die der Hersteller dann nach und nach abarbeitet.

Unter der Haube werkelt wie bei den Pine-SBCs ein 64-Bit-Prozessor mit vier Cortex-A53-Kernen. Der Laptop wiegt nur etwas über ein Kilo – mit 11,6-Zoll-Display 1040 Gramm, mit 14-Zoll-Display 1260 Gramm. Auf der FOSDEM war der Laptop zum ersten Mal im neuen Gewand zu sehen. Die beiden Prototypen im schwarzen und im durchsichtigen Gehäuse (Abbildung 4) stahlen allen Mini-Rechnern die Show, und am Stand gab es lebhafte Diskussionen zwischen Anwendern und Herstellern, ob man eine Petition starten müsse, damit das Gerät in der transparenten Verkleidung in Produktion gehe.

Abbildung 4: Zog viel Aufmerksamkeit auf sich: der Prototyp eines durchsichtigen Pinebooks.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Raspberry Pi Geek kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Editorial 05-06/2018

    Chefredakteur Jörg Luther freut sich über den neuen Raspberry Pi 3 Modell B+ – und stellt sich die Frage, was wohl ein RasPi 4 im nächsten Jahr bringen könnte.

  • Mini-Rechner im Vergleichstest

    Einplatinenrechner erfreuen sich steigender Beliebtheit. Zu den jüngsten Neuerscheinungen zählen der Odroid-C2 und der Pine A64+. Wir lassen sie gegen den RasPi 2 und 3 antreten.

Aktuelle Ausgabe

08/2019
Smarte Hacks

Diese Ausgabe als PDF kaufen

Preis € 9,99
(inkl. 19% MwSt.)

Stellenmarkt

Neuigkeiten

  • Immer der Reihe nach

    Mit einer einfachen Schaltung testen Sie Bausteine, die über den SPI-Bus miteinander kommunizieren.

  • Einzigartig

    Eine MAC-Adresse ermöglicht die Kommunikation im Netzwerk. Der 24AA02E48 liefert sie für Setups, die aus grundlegenden Komponenten bestehen.

  • Steinkuchen

    Der Raspberry Pi hat viele Fans, doch nicht ohne Grund sehnen sich viele Anwender nach einem RasPi 4. Der Rock Pi 4 übertrumpft den RasPi 3 in Sachen Leistung um Längen und schlägt sich auch in der Praxis gut.

  • Kerngeschäft

    Der Einstieg in die Welt der Mikrocontroller fällt nicht ganz leicht. Mit dem Nucleo F401RE haben Sie jedoch ein Entwicklerboard samt abgestimmter Entwicklungsumgebung an der Hand.

  • Himbeer-Geräte

    Mit Maus und Tastatur im weiß-roten Raspberry-Look macht die Raspberry Pi Foundation das eigene Angebot an Peripheriegeräten für den Mini-Rechner komplett.

  • Unter Kontrolle

    PiCockpit ist eine speziell auf den RasPi zugeschnittene Online-Monitoring-Lösung. Wir werfen einen ersten Blick auf den brandneuen und in Ausbau befindlichen kostenlosen Dienst.

  • Ins rechte Licht gesetzt

    Selbst ohne eigenen Garten holen Sie sich Pflanzen mithilfe von LEDs in jeden Raum und sehen ihnen mit dem RasPi beim Wachsen zu.

  • Helligkeit nach Maß

    Wer bei wechselnden Lichtverhältnissen nicht ständig die Beleuchtung manuell nachregeln möchte, der spannt dafür einen PiXtend ein.

  • Geschrumpft

    Kleine Bildschirme gibt es zwar viele, aber der Support von Raspbian ist überraschend schlecht. Mit ein paar Tricks erzielen Sie trotzdem ein optimales Ergebnis.

  • Brüllwürfel

    Kompakt-Stereoanlagen mit CD-Spieler und Kassettendeck sind inzwischen oft ein Fall für den Recyclinghof – oder für die digitale Wiederbelebung mit einem RasPi und etwas Geschick.