Tracktion-Nachfolger Waveform8 auf dem Raspberry Pi

Im Eigenbau

Waveform8 bietet im Vergleich zu Tracktion deutlich erweiterte Möglichkeiten zum Skripting. Im Hauptmenü links unten bietet das Menü Script Ausführen eine Auswahl von mehr als hundert eingebauten Skripten und Makros. Unter Einstellungen | Tastenkürzel finden Sie links unten Schalter, die einen kleinen Editor für eigene Skripte sowie eine Liste angelegter Skripte anzeigen.

Sie programmieren in einem sehr vereinfachten Javascript-Dialekt: Er besteht erst einmal nur aus Einzeilern, die Bibliotheksfunktionen innerhalb der Software ansprechen. Für anspruchsvollere Ideen nutzen Sie im Editor alle gängigen Javascript-Funktionen, auch Kontrollstrukturen und Schleifen. Dazu bietet dieser ein entsprechendes Syntax-Highlighting.

Besonders interessant dürfte diese Funktion für Musiker sein, die Waveform8 im Livebetrieb einsetzen möchten: Komplexere Operationen, bei denen das Zusammenklicken im Konzert zu lange dauert, programmieren Sie als Skript und rufen es anschließend mit nur einem Tastenkürzel auf.

Probleme und Lösungen

Waveform8 verfügt über sehr viele komplexe Funktionen, die tadellos funktionieren. Da scheint es regelrecht bizarr, dass ausgerechnet etwas so Simples wie Copy & Paste an einigen Stellen nicht wie erwartet zu arbeiten scheint. Uns gelang es im Test nicht, eine Spur aus einem Edit zu kopieren und in einen anderen Edit aus dem Clipboard-Browser links im Fenster per Drag & Drop einzufügen.

Das Linienwerkzeug des Midi-Editors ist in der Lage, Sequenzen von Noten einzuzeichnen. Richtig gut fällt das Ergebnis allerdings nicht aus: Die so eingefügten Noten lassen sich wegen ihrer extrem kurzen Spielzeit kaum bearbeiten. Zudem stieg im Test beim Versuch, sie zu markieren und zu löschen, die Last so rasant an, dass Waveform8 einfror und sich nur noch via [Strg]+[C] im Terminal beenden ließ.

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