Raspberry Pi als Werbeträger

In der Praxis

Im Test überzeugte Raspberry Slideshow prinzipiell. Allerdings schmälern die Einschränkungen der Standardvariante – die fehlende SSH-Unterstützung und die Beschränkung auf lediglich drei Dateien – den Nutzwert deutlich. Positiv fällt auf, dass die Software (was nirgendwo in der Dokumentation steht) ohne angeschlossene Eingabegeräte funktioniert.

Mit Raspberry Slideshow gelingt es problemlos, etwa in Schaufenstern oder auf einer Ausstellung vorgefertigte Videos oder Bildersammlungen in einer Endlosschleife zu zeigen. Dabei lässt sich der RasPi optisch dezent an der Rückseite des Displays befestigen, was unnötigen Kabelsalat vermeidet.

Eine weitere interessante Funktion stellt die allerdings nur in der kostenpflichtigen Version vorhandene automatische Bildrotation dar: Sie nutzt die Exif-Daten der Fotos und garantiert damit, dass alle Bilder in der korrekten Orientierung erscheinen. Diese Version ermöglicht zudem den Einsatz des im RasPi 3 vorhandenen integrierten WLAN-Chips. Das ermöglicht eine Remote-Konfiguration, etwa von einem Notebook aus per SSH-Zugang. Auch Inhalte lassen sich auf diesem Weg auf den RasPi übertragen, was das Aktualisieren von Displays vereinfacht.

Im Test stach bei sehr hochauflösenden Fotos auf dem RasPi 2 an einem 3K-Display ein Ruckeln beim Wechsel negativ ins Auge. Dieser Effekt ließ sich jedoch durch Anpassen der Zwischenspeicher beseitigen (Abbildung 4).

Abbildung 4: Auch mit 3K- und 4K-Displays macht der RasPi eine gute Figur.

Fazit

Raspberry Slideshow macht aus dem Einplatinencomputer ein vollwertiges Werbesystem für Messen, Ausstellungsräume und Vorführungen. Dabei gefallen der flexible Umgang mit Quellen, die vielfältigen Möglichkeiten zum Anpassen und die einfache Konfiguration mithilfe lediglich zweier Textdateien. Der volle Funktionsumfang steht allerdings erst mit der Bezahlvariante bereit. Die dafür zu entrichtenden 16,90 Euro sind allerdings gut angelegtes Geld. 

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