Der Raspberry Pi im Visier von Trojanern

Fazit

Für den Raspberry-Pi-Trojaner Linux.MulDrop.14 mussten sich die Hintermänner nicht groß ins Zeug legen: Weil Raspbian per Image auf den RasPi kommt und vorgegebene Zugangsdaten nutzt, hatten die Angreifer leichtes Spiel. Die Raspberry Pi Foundation hat Raspbian mittlerweile allerdings besser abgesichert. Der SSH-Server startet nur noch auf expliziten Wunsch, und das System weist auf das unsichere Standardpasswort hin. Das muss der Anwender dann aber auch ändern.

Ob die Macher des Trojaners wirklich versuchen, eine Armee an Mining-RasPis zu rekrutieren, darf man bezweifeln. Es bräuchte Tausende gekaperte RasPis, um auch nur eine für Crypto-Mining geeignete High-End-Grafikkarte wie die Nvidia GeForce GTX 1080 Ti zu ersetzen [6]. Zieht man die Zahlen des Bitcoin-Wikis heran [7], dann errechnet eine einzige dieser Hochleistungskarten Hashcodes ebenso schnell wie etwa 3000 RasPis. Da scheint es wesentlich lukrativer, den Raspberry Pi als Mini-Sklaven für DOS-Angriffe oder Portscans zu missbrauchen. 

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