Editorial 07-08/2017

Verkaufsschlager

Die Foundation hat dazugelernt und erweitert für den Pi Zero W ihr Vertriebsnetzwerk. Damit lässt sich jetzt endlich ein Zero "um die Ecke" kaufen. Das zahlt sich aus: Mit bereits mehr als 250 000 abgesetzten Exemplaren entwickelt sich der Zero W zum echten Verkaufsschlager.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

der Raspberry Pi Zero W, den wir Ihnen bereits in der letzten Ausgabe ausführlich vorgestellt haben, entwickelt sich zum Selbstläufer: Wie die Raspberry Pi Foundation bekanntgab, wurden in den neun Wochen nach der Vorstellung des jüngsten RasPi-Modells bereits 250 000 Exemplare verkauft [1].

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Pi Zero kann man den Zero W also tatsächlich ohne Verrenkungen erwerben, und das auch bei einem heimischen Anbieter. Dazu trägt nicht zuletzt bei, dass die Foundation aufgrund des großen Erfolgs jetzt ihr Verteilernetzwerk deutlich ausgebaut hat: Dreizehn neue Distributoren, darunter allein zwei in Deutschland und der Schweiz, offerieren jetzt Pi Zeros.

Zwei weitere interessante Neuigkeiten erreichten uns dieser Tage vom schon bekannten deutschen RasPi-Distributor Pi3g: Das Unternehmen liefert ab sofort den Pi Zero W Easy [2] aus, ein Zero-Modell mit bereits vorbestücktem 40-Pin-GPIO-Header (Abbildung 1). Die praktische Variante macht umständliche Lötarbeiten überflüssig und erleichtert damit das Umsetzen von Projekten.

Abbildung 1: Löten überflüssig: Der Zero W Easy von Pi3g bringt einen voll bestückten Header mit.

Das kommt besonders beim Einsatz des Pi Zero mit dem ebenfalls von Pi3g angebotenen neuen Modul Letstrust TPM [3] gelegen, das sich dadurch direkt auf den Pi Zero aufstecken lässt. Das Hardware-TPM lässt sich unter anderem für Signaturen, zum Speichern von Schlüsseln oder im IT zur zweifelsfreien Identifizierung des Pi Zero einsetzen [4]. Außerdem bringt es einen hardwarebasierten True Random Number Generator (TRNG) mit, der qualitativ hochwertige Zufallszahlen liefert.

Ein Zero W Easy samt TPM-Modul landete kurz vor Drucklegung in unserem Hardware-Labor, wir stellen Ihnen die beiden Komponenten in der nächsten Ausgabe genauer vor.

Falls Ihnen in der Zwischenzeit die Anregungen für RasPi-Projekte ausgehen, sollten Sie einen Besuch auf der Pi and More an der Uni Trier in Erwägung ziehen: Der wohl prominenteste deutsche Raspberry-Jam feiert runden Geburtstag und findet am 24. Juni zum zehnten Mal statt [5]. Wie schon bei den letzten Runden der Veranstaltung treffen sich auch diesmal wieder Einsteiger und Experten in lockerer Atmosphäre zu Vorträgen, Workshops und Projekten rund um den Raspberry Pi und andere Mini-Computer. Wir wünschen viel Spaß!

Herzliche Grüße,

Jörg Luther

Chefredakteur

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