Mit Journalctl die Systemd-Protokolle auswerten

Kernel-Log inbegriffen

Wollten Sie früher den Puffer für Nachrichten des Kernels auslesen, so kam dabei vermutlich der Befehl dmesg zum Einsatz. Das Journal zeigt diese Meldungen für die derzeitige Sitzung mit journalctl -k an. Informationen zu früheren Sitzungen holen Sie mit journalctl -k -b -n hervor.

Der Parameter -p kam bereits in einem anderen Beispiel zum Einsatz. Er bestimmt die Priorität der angezeigten Meldungen. So zeigt der oben genutzte Befehl journalctl -p err Nachrichten mit der Priorität Error sowie den darüberliegenden Prioritäten Critical, Alert und Emergency an. Sie verwenden diese entweder über den Namen oder über den zugeordneten Wert. Die Level haben die Entwickler von Syslog übernommen, Sie finden eine Erläuterung etwa in Wikipedia [5].

Auswertungsmöglichkeiten

In Zeiten vor Systemd mussten Sie, wenn das System etwa einen angesteckten USB-Stick nicht erkannte oder einhängte, die Ausgabe von Dmesg mit dem Kommando tail -n 10 untersuchen, um die letzten zehn Zeilen der Ausgabe zu sehen. Journalctl bringt eine solche Funktion bereits eingebaut mit: Hier genügt der Aufruf journalctl -n Anzahl zur Ausgabe der letzten Anzahl Zeilen.

Früher kam tail -f zum Einsatz, um die Ausgabe von Log-Files laufend zu verfolgen. Bei Systemd genügt ein schlichtes journalctl -f für diesen Zweck. Sie verfolgen so bei Bedarf sogar nur die Ausgaben einzelner Dienste live mit – um wieder im Beispiel zu bleiben, mit dem Befehl journalctl -u apache2 -f. Die fortlaufende Ausgabe stellen Sie mit [Strg]+[C] wieder ab.

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