Editorial 05-06/2017

© Raspberry Pi Foundation

HapPi Birthday!

Chefredakteur Jörg Luther gratuliert dem Raspberry Pi zum fünften Geburtstag – und zum Einzug in die Top 4 der populärsten Computerplattformen aller Zeiten.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

der Raspberry Pi feierte dieser Tage seinen fünften Geburtstag [1]: Am 29. Februar 2012 erblickte das erste Modell der SBC-Familie offiziell das Licht der Welt, am 4. und 5. März 2017 stieg in Cambridge die Geburtstagsparty mit über 1800 Gästen [2].

Wo wir gerade von Zahlen reden: Nicht weniger als 12,5 Millionen RasPis aller Modelle haben bereits ihren Weg in Kinderzimmer, Schulen, Bastelstuben, Universitäten und mit dem AstroPi-Projekt sogar in den Weltraum gefunden. Damit positioniert sich der knuffige Single-Board-Computer bereits jetzt unter den vier erfolgreichsten Computerplattformen aller Zeiten, nach dem PC und dem Mac. Einen ähnlichen Erfolg konnte sonst nur noch die Commodore-64-Familie erreichen, für die die Schätzungen zwischen ebenfalls 12,5 und an die 30 Millionen verkauften Rechnern reichen.

Anders als für den C=64 ist für den RasPi allerdings das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: Pünktlich zum fünften Geburtstag stellte die Raspberry Pi Foundation am 28. Februar ein neues Familienmitglied vor, den Raspberry Pi Zero Wireless [3] mit integriertem WLAN und Bluetooth. Im Gegensatz zum Vorgänger, der stets nur in homöopathischer Menge erhältlich war, ist der Pi Zero W tatsächlich lieferbar, beim deutschen Distributor pi3g erhalten Sie ihn für 11 Euro ab Lager. Einen ausführlichen Test zum Raspberry Pi Zero W lesen Sie ab Seite 66 in dieser Ausgabe.

Dass der Neuankömmling die viel zitierten Kritikpunkte am alten Pi Zero ausräumt, indem er für problemlose Netzwerkanbindung sorgt, honorierte die Pi-Gemeinde prompt: Allein in den ersten vier Tagen nach der Vorstellung ging der neue Pi Zero W mehr als 100 000 Mal über die Ladentheke. Das Internet of Things und der damit einhergehende Bedarf an Embedded-Computern dürfte dem Pi Zero W auch weiterhin eine rege Nachfrage bescheren.

Daneben steigt der Raspberry Pi gerade erst in das Feld industrieller und kommerzieller Anwendungen ein: Bislang entfallen 95 Prozent aller RasPi-Verkäufe auf die klassischen Modelle A/A+, B/B+, Pi 2 und Pi 3. Als absoluter Renner platziert sich dabei der RasPi 3, der fast ein Drittel aller Verkäufe ausmacht [4]. Die Popularität dieses durchaus auch als Desktop-Rechner nutzbaren Modells macht Hoffnung, dass ein künftiger RasPi 4 mit einem leistungsfähigeren Bus, USB 3 und Gbit-Ethernet aufwartet – vielleicht ja schon zum nächsten RasPi-Jubiläum.

Meine Redaktionskollegen und ich wünschen dem RasPi an dieser Stelle alles Gute und freuen uns jetzt schon darauf, zusammen mit der Foundation und mit Ihnen im nächsten März den sechsten Raspberry-Pi-Geburtstag feiern zu können – dann vermutlich bei einer Wasserstandsmarke von 17 bis 18 Millionen verkauften Exemplaren.

Herzliche Grüße,

Jörg Luther

Chefredakteur

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