Ubos: Daten unter Kontrolle

Ubos-Admin starten

Jetzt ist alles vorbereitet, damit Sie sich ohne Passwort mit Ubos verbinden und erste Applikationen installieren können. Mit folgendem Kommando stellen Sie die Verbindung her:

$ ssh -i /Pfad/zum/Schlüssel shepherd@ubos-raspberry-pi2.local

Als erste Maßnahme sollten Sie die Installation aktualisieren. Das erledigen Sie, wie auch andere administrative Tätigkeiten, mit dem Befehl ubos-admin. Er legt eine Abstraktionsschicht über das darunterliegende Arch Linux, die die für Ubos wichtigen Befehle umsetzt, andere potenziell gefährliche Handlungen aber nicht zulässt [10].

Dazu ist Sudo so eingerichtet, dass die notwendigen Befehle ohne Passwort funktionieren. Dass es einen Weg gibt, diese Restriktion zu umgehen und den vollen Befehlsumfang zu nutzen, sehen wir später noch.

Snapshots anlegen

Eine Aktualisierung starten Sie mit sudo ubos-admin update -v. Damit aktualisieren Sie sowohl das zugrundeliegende Arch Linux sowie später auch installierte Webdienste (Abbildung 3). Verfolgen Sie die Ausgabe des genannten Befehls, wird schnell klar, warum die Entwickler inzwischen Btrfs anstatt Ext4 als Dateisystem nutzen: Snapper [11]. Das Programm stammt aus der Entwicklung von Suse und nutzt die eingebaute Snapshot-Funktion von Btrfs.

Abbildung 3: Beim Aktualisieren erstellt Ubos Snapshots, über die sich Updates wieder rückgängig machen lassen.

Snapper erstellt vor und nach jedem Update einen Snapshot, also ein Abbild des Systems. Änderungen speichert es dabei inkrementell und muss daher nicht jedes Mal alle Daten in einen neuen Snapshot sichern, sondern nur die Änderungen. Damit lässt sich dann ein fehlerhaftes Update wieder auf den vorherigen Stand zurückrollen. Ein Snapshot des Systems ist allerdings kein Ersatz für ein Backup, dafür gibt es separat den Befehl sudo ubos-admin backup [12].

Nun installieren Sie die erste Webapplikation. Um die Verbindung zu dieser zu verschlüsseln, kann Ubos ein selbst signiertes Zertifikat erzeugen. Bei der Verwendung einer eigenen Domain (beispielsweise einer DynDNS-Adresse) lässt sich zudem sehr einfach Let's Encrypt [13] zum Erstellen eines Zertifikats in den Prozess zur Installation der Webanwendung einbinden. Die Dokumentation bietet dazu ausreichend Anleitung [14].

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