Pi-hole: Der Raspberry Pi als universeller Adblocker

Fazit

Im Test erledigt Pi-hole seine Aufgabe als Werbefilter sehr zuverlässig. Da der Adblocker etablierte Filterlisten kombiniert, entfernt er die meisten Anzeigen genauso zuverlässig wie bekannte Adblocker-Plugins für Chrome oder Firefox. Seine Stärken spielt Pi-hole besonders auf mobilen Geräten aus, da zum Beispiel Chrome für Android bislang noch keine Erweiterungen unterstützt und man bei diesem Browser somit auf einen Werbeblocker verzichten muss. Zudem filtert Pi-hole auch Anzeigen aus Apps heraus. Allerdings gilt es, zu prüfen, ob der eigene WLAN-Router die DNS-Abfragen auch korrekt umleitet.

In der Praxis zeigt das System jedoch auch Schwächen. Einzelne Webseiten gezielt vom Adblocker auszuklammern gelingt trotz der Whitelist nicht so einfach wie bei einem klassischen Adblocker. In der Regel liegen Anzeigen ja nicht auf der Domain selbst, sondern bei einem Werbenetzwerk. So filtert Pi-hole trotz des Eintrags einer Webseite in der Whitelist dort Anzeigen heraus. Möchten Sie eine Webseite bewusst unterstützen, indem Sie auf dieser Anzeigen zulassen, oder lässt sich eine Seite aufgrund eines Anti-Adblock-Filters nicht aufrufen, kann man das mit Pi-hole nicht so einfach umsetzen. 

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