Pi-hole: Der Raspberry Pi als universeller Adblocker

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Ausgesiebt

Adblocker filtern Anzeigen direkt aus dem HTML-Code einer Webseite heraus. Einen anderen Ansatz verfolgt Pi-hole: Auf einem Raspberry Pi installiert und als DNS-Server eingerichtet, biegt der Adblocker Anfragen an Werbe-Domains ins Leere um.

Anzeigen in Webseiten sind ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite finanzieren sie die Arbeit von Autoren oder App-Entwicklern, auf der anderen Seite führen schlecht gemachte Werbebanner besonders auf älteren Systemen zu einem langsameren Seitenaufbau, beeinträchtigen mithilfe von Trackern die Privatsphäre oder verursachen gar Sicherheitslecks [1]. Oft haben die Anbieter der Webseiten oder Apps keine Ahnung, dass ihr Angebot Malware verteilt, da Werbenetzwerke nur wenig Kontrolle über die ausgelieferten Inhalte erlauben.

Während sich nun auf ausgewachsenen Computern Anzeigen mit Adblockern in Form eines Browser-Plugins (etwa uBlock Origin [2] oder Adblock Plus [3]) sehr einfach in den Griff bekommen lassen, fällt das auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets deutlich schwerer. Für einen umfänglich wirksamen Adblocker müssten Nutzer diese Geräte in der Regel rooten, damit sich der Werbefilter direkt ins System einklinken kann.

Pi-hole als Adblocker

Wer ein Gerät besitzt, bei dem dies nicht klappt, oder Angst hat, beim Rooten Garantieansprüche zu verlieren, dem bleibt nur der Ausweg, einen mobilen Browser mit integriertem Anzeigenfilter zu verwenden – falls es einen solchen auf der gewünschten Plattform überhaupt gibt.

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Neuigkeiten

  • Neues auf der Heft-DVD

    Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Mini-PCs. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur die neuesten Distributionen für den Raspberry Pi, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.

  • Double Action

    Auf dem Raspberry Pi 3 läuft normalerweise ein 32-Bit-Linux – und das, obwohl er eine waschechte 64-Bit-CPU besitzt. Mit etwas Mühe lässt sich die angezogene Handbremse aber durchaus lösen.

  • Touch me

    Mit dem Controller-Baustein MPR121 steuern Sie kapazitive Näherungssensoren. Damit lassen sich berührungslos über die Veränderung eines elektrischen Felds Schaltvorgänge auslösen.

  • Geschickt erweitert

    Um den minimal ausgestatteten RasPi Zero auszubauen, benötigen Sie neben einem OTG-Adapter auch einen USB-Hub. Makerspot hat dafür eine interessante Lösung.

  • Aufgestellt

    Viele RasPi-Projekte erfordern einen Bildschirm samt Eingabemöglichkeit, etwa einen kleinen Touchscreen und eine entsprechend optimierte GUI. Die Display T. Box 7 vereint den offiziellen RasPi-Touchscreen mit einem praktischen Gehäuse.

  • Abgespielt

    Mit Volumio und einem Raspberry Pi rüsten Sie jede Stereoanlage mit "smarten" Funktionen auf. Ob es ums Abspielen von MP3s geht, um das Streaming von Spotify oder die Steuerung per Smartphone: In Kombination mit dem RasPi-Touchscreen toppt Volumio viele kommerzielle Lösungen.

  • Sammelstelle

    Ein IMAP-Server auf einem Raspberry Pi sammelt Mails an einer zentralen Stelle, damit alle Geräte aus dem LAN Zugriff darauf haben.

  • Ausgesiebt

    Adblocker filtern Anzeigen direkt aus dem HTML-Code einer Webseite heraus. Einen anderen Ansatz verfolgt Pi-hole: Auf einem Raspberry Pi installiert und als DNS-Server eingerichtet, biegt der Adblocker Anfragen an Werbe-Domains ins Leere um.

  • Du bleibst der Boss

    Mit Ubos ist es ein Leichtes, verschiedene Webdienste unter eigener Kontrolle zu hosten. Die auf Arch Linux basierende Server-Distribution funktioniert auch auf dem Raspberry Pi.

  • Gut getunnelt

    Mit ein wenig Know-how verwandeln Sie im Handumdrehen einen Raspberry Pi in ein abgesichertes System mit integriertem VPN-Gateway für die Geräte in Ihrem heimischen Netz.