Odroid-XU4: RasPi-Alternative mit Gigabit-LAN und USB 3.0

© Computec Media GmbH

Turbo mit Bremse

Der Odroid-XU4 bietet mit Gigabit-Ethernet und USB 3.0 das, was dem Raspberry Pi zum perfekten Mini-Server fehlt. Im Praxistest kann er jedoch nur bedingt überzeugen.

RasPi-Fans wünschen sich schon lange eine Variante mit leistungsstarken Schnittstellen. Bisher sendet der Raspberry Pi Daten mit lediglich 100 Mbit/s ins Netz und bindet externe USB-Geräte mit USB 2.0 an. Zu allem Übel müssen sich die vier externen USB-Ports sowie die Ethernet-Schnittstelle die Bandbreite eines internen USB-Ports teilen. Soll der RasPi etwa als kleiner File-Server dienen, bremst dieser Flaschenhals das Projekt doppelt aus.

Bisher weiß man nicht, ob die Raspberry Pi Foundation plant, diesen Engpass mit dem Raspberry Pi 4 aufzubohren. Gigabit-Ethernet und USB 3.0 würden ihm mit Sicherheit gut zu Gesicht stehen. Doch schon heute gibt es alternative Single-Board-Computer, die eben diese Merkmale mitbringen. Dazu gehört der Odroid-XU4 [1] des südkoreanischen Herstellers Hardkernel, der sich vom Format her kaum vom RasPi unterscheidet (Abbildung 1).

Der Odroid-XU4

Im Gegensatz zum RasPi 3, der mit einem BCM2837 von Broadcom arbeitet, schlägt im Inneren des Odroid-XU4 ein klassisches Smartphone-Herz: Das Exynos 5422-SoC von Samsung treibt beispielsweise auch das Samsung Galaxy S5 an. Der Chipsatz arbeitet entsprechend der von ARM erdachten big.LITTLE-Architektur mit acht Kernen, die er auf zwei CPUs verteilt. Im Normalfall erledigen die vier auf 2 GHz getakteten Kerne des Cortex-A15 anfallende Rechenarbeiten. Um Strom zu sparen, wechselt das System im Standby auf den langsameren Cortex-A7.

[...]

Auf RasPi-Geek.de finden Sie alle Print-Artikel, die bisher in Raspberry Pi Geek erschienen sind. Damit steht Ihnen ein gut bestücktes Archiv inklusive der Beiträge der aktuellen Ausgabe online zur Verfügung. Alle Artikel stehen 12 Monate nach der Erstveröffentlichung kostenlos zur Verfügung. Für ausgesuchte Beiträge aus den letzten sechs Ausgaben fällt eine kleine Gebühr an, für die Sie dann ein PDF des Artikels erhalten.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Raspberry Pi Geek kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Aktuelle Ausgabe

06/2017
Pi Zero W

Diese Ausgabe als PDF kaufen

Preis € 7,99
(inkl. 19% MwSt.)

Neuigkeiten

  • Neues auf der Heft-DVD

    Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Mini-PCs. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur die neusten Distributionen für den RasPi, sondern auch die passenden Programme und Schaltpläne zu den Artikeln.

  • Mehr Präzision

    Wenn es beim Messen auf hohe Genauigkeit ankommt, brauchen Sie einen A/D-Wandler wie den ADC128D818. Er bringt einige interessante Funktionen mit.

  • Alles in einer Reihe

    Wer mehr als eine serielle Schnittstelle am Mikrocontroller braucht, dem hilft eine in Software implementierte Lösung auf elegante Weise weiter.

  • Netzwerkfähig

    Trotz fehlender Netzwerkanbindung fand der 5-Dollar-Computer Raspberry Pi Zero reißenden Absatz. Der Pi Zero W legt nun mit WLAN und Bluetooth das nach, was sich viele Fans schon lange wünschten.

  • Brückenbau

    Der Pi Zero ist klein und kostengünstig, doch ihm fehlt ein Netzwerkanschluss. Den rüsten Sie bei Bedarf leicht nach.

  • Superkodi

    Der RasPi dient vielen Nutzern als kleines, aber feines Mediacenter zum Aufrüsten eines "dummen" Fernsehers zum Smart-TV. Das Update auf Kodi 17.0 bringt neben einem neuen Look auch eine überarbeitete Streaming-Funktion mit.

  • Gut gefiltert

    Mit Unbound sorgen Sie für blitzschnelle Antworten auf DNS-Anfragen – und sperren bei Bedarf lästige Web-Werbung aus.

  • Out of the box

    Wer einen RasPi-Server in den eigenen vier Wänden aufbauen möchte, muss nicht nur die Software installieren und einrichten, sondern auch das Netzwerk entsprechend konfigurieren. Syncloud nimmt Ihnen diese Arbeit komplett ab.

  • Facelifting

    Mit GTK+ realisieren Sie ohne großen Aufwand effiziente und gefällige grafische Frontends für Ihre Raspberry-Pi-Programme.

  • Praktisch verpackt

    Packen Sie wichtige Anwendungen einfach in einen Container, den Sie komfortabel mit Docker verwalten.