Raspberry Pi via Funk aufwecken

© rzymu, 123RF

Empfangsbereit

Möchten Sie Ihren RasPi nur mit Batteriestrom speisen, ist es sinnvoll, ihn nur dann zu aktivieren, wenn Sie ihn auch brauchen. Quasi auf Zuruf bootet der Mini-Rechner per Funknachricht, gesendet im europäischen 868-MHz-Band.

Der Artikel "Ein Tick mehr" aus RPG 02/2014 [1] präsentiert eine Lösung, die einen Raspberry Pi per Uhrzeit, Taster und Anschließen an die Stromversorgung startet. Sie finden den Artikel auch auf der beiliegenden Heft-DVD. Da die vorgestellte Schaltung einen zentralen Einspeisepunkt für zusätzliche Hardware-Triggersignale besitzt, lässt sich diese Lösung prinzipiell um beliebige weitere Ereignisquellen ausbauen. Dieser Artikel stellt eine solche Erweiterung in Form eines Funkmoduls vor, das bei Empfang einer vordefinierten Funknachricht den Bootvorgang einleitet.

Dabei soll das zu startende Gerät nur auf eine dafür individuell zugeordnete Funkkennung (RFID) reagieren. Diese Vorgehensweise erlaubt es, mehrere verteilte Systeme getrennt voneinander anzusteuern. Die Quittierung des Systemzustands durch ein entsprechend zurückgefunktes Datagramm soll auch bei bereits gestarteten RasPis erfolgen.

Dazu kommt in dieser Konstellation das günstige FSK-Funkmodem-Modul RFM69 [2] zum Einsatz, das den Transceiver-Chip SX1231 [3] und alle anderen notwendigen Komponenten enthält. Es fehlt nur noch die Antenne, um das Konstrukt in die Raspberry-Pi-Schaltung zu integrieren. Diese konstruierte der Autor aus Standardkomponenten aus dem Baumarkt selbst (Abbildung 1). So entstand die Antenne aus einem abisolierten Elektrokabel mit 1,5 mm2 Querschnitt. Dabei sorgt die Dicke nicht nur für bessere Stabilität, sondern auch für eine höhere Bandbreite – die Länge muss also nicht auf den Millimeter genau ausfallen. Das Ansteuern durch den RasPi erfolgt dabei über den SPI-Bus, der den Transceiver-Baustein abwechselnd in den Empfangs- und Sendemodus schaltet.

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