Eigene Wetterstation mit Online-Daten auf einem RasPi aufsetzen

API

Die Online-Plattform Wetter.com bietet eine kostenlose Schnittstelle an, um die Daten von Vorhersagen per XML herunterzuladen. Sie liefert diese für den aktuellen Tag sowie die folgenden zwei Tage. Die Vorhersagen liefern Daten für vier Zeitpunkte: morgens, mittags, abends und nachts.

Zusätzlich erhalten Sie die Durchschnittswerte für den jeweiligen Tag; das Testprogramm beschränkt sich auf diesen Wert. Da er sich nicht so oft ändert, genügt es, ihn einmal pro Stunde zu aktualisieren. Damit bleiben Sie weit unter der Obergrenze der kostenfrei möglichen Zugriffe (maximal 10000).

Um das Angebot zu nutzen, melden Sie sich einmalig an (Abbildung 1). Um auf die Seite mit der API-Beschreibung zu gelangen, klicken Sie auf Apps & mehr | openweather API [5]. Hier finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der API.

Abbildung 1: Vor dem Programmieren legen Sie ein Projekt für die Openweather-API an. So erhalten Sie Zugriff auf die kostenlose Schnittstelle, über die Sie die Wetterdaten abrufen.

Nachdem Sie erfolgreich ein Projekt angelegt haben, sehen Sie es in der Übersicht. Wichtig hierbei ist der Ihnen zugewiesene Projekt API Key: Ihn benötigen Sie später, um sich gegen die Schnittstelle zu authentifizieren.

Display ansteuern

Um das Nokia-Display anzusteuern, gibt es zwar verschiedene C-Bibliotheken im Netz, aber im Test ließ sich keine einzige für Java finden. Daher kam im Test die vorhandene freie C-Bibliothek zum Einsatz, die nach Java übersetzt wurde [6]. Sie liegt auf der Heft-DVD im Verzeichnis LU/wetter/.

Die Bibliothek ist nur so weit übersetzt, wie für das kleine Projekt erforderlich. Das Original bietet einiges mehr an Funktionen. Der nicht übersetzte Quellcode ist auskommentiert, aber in der Bibliothek noch vorhanden. Falls Sie eine dieser Funktionen verwenden möchten, übersetzen Sie sie einfach noch einmal in Java.

Die Hardware für das Ansteuern des Displays lässt sich leicht aufbauen, da das LCD mit den 3,3 Volt der GPIO ohne Pegelwandlung zurechtkommt. Allerdings gibt es verschiedene Versionen des Nokia-Displays, die – wie sollte es anders sein – unterschiedliche Pin-Belegungen aufweisen.

Daher sollten Sie sich das Datenblatt des verwendeten Displays genau ansehen und sich beim Aufbau an den Namen der Pins orientieren, nicht an den Nummern. Die Tabelle "LCD an GPIO" zeigt, wie Sie das Display anschließen; in Abbildung 2 sehen Sie den Testaufbau.

LCD an GPIO

LCD-Pin

GPIO-Pin

Funktion

GND

P06

GND

VCC

P01

3.3V

CLK

P11

GPIO0

DIN

P12

GPIO1

D/C

P13

GPIO2

CS

P15

GPIO3

RST

P16

GPIO4

LED

P01

3.3V

Abbildung 2: Der Testaufbau für das Display ist nicht besonders aufwendig. Sind die Komponenten einmal besorgt, haben Sie diese schnell verbunden.

TIPP

Wollen Sie die (sehr kräftige) Hintergrundbeleuchtung des Displays abschalten, schließen Sie einfach den Pin LED nicht an 3,3 Volt an.

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