Der Raspberry Pi als Minecraft-Server

Interaktion

Die Interaktion mit dem Server erfolgt (je nach gewählter Server-Software) auf der Konsole oder im Web-Interface. Der Vanilla-Server gibt Ihnen mit /help eine Liste aller Kommandos aus, die Hilfe ist seitenweise organisiert. So blättern Sie schrittweise durch die verschiedenen Befehle. Im Web-Frontend von Cuberite sollten Sie Ihrem Player unter Server Management | Core | Players | View Details | Change rank Admin-Rechte geben.

Als Admin des Servers lassen Sie dann mit /time day die Sonne aufgehen oder sorgen mit /weather rain für einen ordentlichen Regenguss (Abbildung 8). Auch die Wahl des Spielmodus beeinflussen Sie direkt. Der gerade bei jüngeren Spielern beliebte Kreativmodus (/gamemode c) lässt sich auf diese Weise einfach aktivieren. Eine Übersicht sämtlicher Befehle finden Sie im Minecraft-Wiki [13].

Abbildung 8: Den Minecraft-Server steuern Sie über einfache Kommandos aus dem Client heraus: Hier lassen Sie es Tag werden und heftig regnen.

Haben Sie Ihren Server über das Internet erreichbar gemacht, steht er prinzipiell allen Minecraft-Fans offen – so diese denn die Internetadresse kennen. Damit Ihre Minecraft-Partie ein Spiel unter Freunden bleibt, nutzen Sie am besten den Whitelist-Modus (Kommando /whitelist on). Mit /whitelist add setzen Sie dann Spielernamen gezielt auf die Liste der erlaubten Spieler. Bei Cuberite organisieren Sie diese Rechte auch bequem über das Web-Interface.

Fazit

Mit dem kleinen und kostengünstigen Raspberry Pi öffnen Sie von jetzt von überall aus neue und gemeinsam bespielbare Minecraft-Welten. Zeigen Sie die Einrichtung eines RasPi-Minecraft-Servers Ihren Kindern, dann lernt der Nachwuchs auch gleich eine Menge über Linux und zentrale Prinzipien der Netzwerktechnik sowie den Betrieb eines kleinen Servers. Mit entsprechender Motivation ausgestattet und altersgerecht aufbereitet, müssten schon Vierzehnjährige mit der Thematik zurechtkommen.

Soll der Raspberry Pi – oder ein anderer Rechner – permanent als Minecraft-Server zur Verfügung stehen, dann ist es sinnvoll, den Server nicht nur bei Bedarf von Hand zu starten, sondern ihn ordentlich als Dienst im System zu verankern. Dann startet die Software automatisch beim Booten des Systems oder lässt sich über einfache Kommandos auf aktuellem Stand halten. Für diese Aufgabe gibt es freie Projekte wie etwa den Minecraft Server Manager [16f], der Ihnen dabei viel Arbeit abnimmt. 

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