Erweiterungen für den Raspberry Pi

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Nützliche Anbauten

Findige Tüftler spendieren dem Raspberry Pi nützliche bis kuriose Hardware-Erweiterungen. Der Artikel liefert eine Übersicht der wichtigsten Zusatzplatinen und gibt Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des ARM-Winzlings.

Kaum war der Raspberry Pi [1] auf dem Markt, stürzten sich schon die Bastler auf den Zwergrechner. Einige von ihnen wollten sich mit dem Anschluss von LEDs nicht zufriedengeben und ließen kurzerhand komplexere Zusatzplatinen in Serie ätzen. Inzwischen gibt es für fast alle Aufgaben geeignete Lösungen: angefangen bei einem Kameramodul, über Sensoren, Steuerungsplatinen für die Heimautomation bis hin zu kleinen Soundkarten. Einige besonders interessante und beliebte Erweiterungen stellt der Artikel kurz vor. Bis auf wenige Ausnahmen sind diese bei den einschlägigen Elektronikversendern wie Conrad, Reichelt oder ELV erhältlich. Die Tabelle "Produktübersicht" zeigt sämtliche im Artikel besprochenen Erweiterungen in einer übersichtlichen Liste.

Andocken mit System

Die Hardware-Erweiterungen docken in der Regel an die GPIO-Pins des Raspberry Pi an. Sie verbinden die Platinen entweder über ein Flachbandkabel oder setzen die Erweiterung direkt auf den RasPi. In letzterem Fall sieht das Ergebnis wie ein Hardware-Sandwich aus. Für derlei Aufsteckplatinen gibt es sogar eine Spezifikation der Raspberry Pi Foundation [2]. Sie schreibt neben den Abmessungen der Platine und den Positionen der Bohrlöcher auch ein EEPROM vor. Es teilt dem Raspberry Pi mit, wie die Erweiterung die GPIO-Pins nutzt und welche Hardware sich sonst noch auf der Platine befindet. Eine Hardware-Erweiterung, die dieser Spezifikation folgt, heißt Hardware Attached on Top, kurz HAT. Die Spezifikationen gelten allerdings nur als Empfehlungen: Bewirbt ein Hersteller seine Raspberry-Pi-Erweiterung als HAT, muss sie nicht zwingend auch die Spezifikation einhalten.

Bitte lächeln

Die Raspberry Pi Foundation steuert selbst eine der wohl beliebtesten Erweiterungen bei: Das offizielle Kameramodul (Abbildung 1) schießt Bilder mit fünf Megapixeln und zeichnet Videos in den Auflösungen 1080p30, 720p60 und VGA90 auf [3]. Der Zugriff auf die Kamera erfolgt über entsprechende Kommandozeilentools, etwa Raspistill oder Raspivid, Video4Linux (V4L) oder eine entsprechende Bibliothek. Die Kamera schließen Sie über ein Flachbandkabel an den CSI-Port (Camera Serial Interface) des Raspberry Pi an. Im Handel kostet das Modul etwa 27 Euro. Für rund 3 Euro erhalten Sie eine Variante des Kameramoduls, die auch im Infrarot-Bereich aufnimmt [4] und damit Nachtaufnahmen erlaubt.

Abbildung 1: Das offizielle Kameramodul für den Raspberry Pi nimmt Videos sogar in Full HD auf. (Bild: Farnell Element14)

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